16. Januar 2018, 12:00 Uhr

Vogelpark

100 000 Besucher erwartet

Das Konzept ist aufgegangen: Aus dem einst kleinen Vogelpark in Schotten ist ein Besuchermagnet geworden. Rund 60 Tierarten beherbergt der Park am Rande der Stadt mittlerweile.
16. Januar 2018, 12:00 Uhr
Aus dem ehemals kleinen Vogelpark ist mittlerweile ein Tierpark mit über 60 Arten geworden, unter anderem mit den lustig anmutenden Erdmännchen. (Foto: Vogelpark)

Vorbei sind die Zeiten, als die Tourismusbranche auf gute Wintereinnahmen hoffte, um über den Sommer zu kommen. Denn seit über einem Jahrzehnt boomt der Sommertourismus. Grund ist die breite Angebotspalette auf dem Hoherodskopf rund um Sommerrodelbahn und Kletterwald, in Schotten hat das Vulkaeum jüngst seine Pforten geöffnet, und einen ganz wesentlichen Beitrag leistet der Schottener Vogelpark der gemeinnützigen Gesellschaft Schottener Soziale Dienste zwischen der Fachwerkstadt und dem Vogelsberger Gipfel.

Der Schottener Vogelpark hat rund 40 Jahre nach seiner Gründung weit mehr zu bieten als sein Name verheißt: Esel, Stachelschweine, Erdmännchen und mehr sind dort ebenfalls zu bestaunen. Rund 60 Tierarten beherbergt der Park mittlerweile. Gepflegte Außenanlagen aber auch weiträumige Innengehege machen den Park zu einem idealen Ausflugsziel – egal bei welchem Wetter.

Im Vogelpark arbeiten Mitarbeiter mit und ohne Handicap zusammen, ein Konzept, das ankommt. »In diesem Jahr haben rund 95 000 Besucher den Weg zu uns gefunden. So viele wie noch nie«, berichtet Silke Becker, Geschäftsführerin der Schottener Sozialen Dienste. Gemeinsam mit Christof Schaefers leitet sie das Unternehmen, das zu den größten Arbeitgebern der Region zählt. »Besonders für Familien ist unser Angebot interessant. Deshalb ist uns auch wichtig, dass unsere Eintrittspreise erschwinglich bleiben.«

Führung mit dem Parkranger

Neben den heimischen und exotischen Tierarten bietet der Park viele weitere Attraktionen an. Mit einem Parkranger kann man zum Beispiel eine individuelle Führung buchen. Immer mehr Menschen übernehmen auch eine der bezahlbaren Tierpatenschaften. Kindertheatergruppen sind oft im Park zu Gast. Für Kindergeburtstage eignet sich der Vogelpark besonders, weil die Kleinen zuerst eine Vogelpark-Rallye machen und sich anschließend im Café-Restaurant verwöhnen lassen können.

Ein ganz besonderes Highlight ist der Sinnespark, in dem Füße auf unterschiedlichen Untergründen mal wieder barfuß laufen und sich in der Nidda abkühlen dürfen. Im Duftgarten mit Kräutern und wohlriechenden Pflanzen kommen Nasen voll auf ihre Kosten. Sechsfachschaukel und Doppelseilbahn lassen die Kinder abheben, und Grillhütten stehen ebenfalls zur Verfügung. »Der Sinnespark erhielt in diesem Jahr zusätzliche Attraktionen«, berichtet Becker. »So können sich die Besucher über weitere Stationen des Barfußpfads, ein zweites Hüpfkissen und einen Irrgarten mit Klangtor freuen. Wir haben im Sinnespark auch ein zweites großes Sonnensegel aufgespannt, um im Sommer mehr Schatten anbieten zu können.«

Behinderte arbeiten im Vogelpark

Was nutzt der ausgebaute Park den betreuten Menschen? Der Vogelpark ist eine anerkannte Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Diese betreuen die Tiere und haben so eine sinnvolle Beschäftigung. Das Eintrittsgeld der fast 100 000 Besucher jährlich trägt zur Finanzierung bei. Der Besucherandrang hat insbesondre in den letzten zehn Jahren zugenommen, nachdem Café und Eingangsbereich komplett erneuert worden waren. Im Jahr 2016 zählte man noch 89 000 Besucher, im Vorjahr waren es rund 95 000 Gäste, und im neuen Jahr ist man bestrebt, die 100 000er Marke zu knacken. Dass sich in den vergangenen zehn Jahren die Besucherzahlen mehr als verdoppelt haben, ist au8f das breitere Angebot auf dem Hoherodskopf, durch das neue Vulkaneum in Schotten und den Ausbau des Tierangebotes im Vogelpark zurück zuführen.

Neben den Tieren üben die Freiflächen für Familien mit Kindern einen großen Anziehungspunkt für den ganzen Tag aus, wobei die familienfreundlichen Preise dafür sorgen, dass auch Saisonkarten gerne genommen werden. So kann es vorkommen, dass sich an Spitzentagen rund 2500 Menschen auf dem weitläufigen Gelände aufhalten.

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