Orientierungsmarsch

Floßbau und Eierweitwurf

Es gab mal einen militärischen Hintergrund, als die Reservistenkameradshaft den Orientierungsmarsch ausrichtete. Jetzt hat ihn die Burschenschaft aufleben lassen: Mit Spaß- und Sportelementen.
18. September 2017, 05:00 Uhr
Bei der Aufgabe »Schwingender Befüller« muss auf einem schwingenden Reifen Wasser mit einer Suppenkelle von einem Eimer zum anderen befördert werden. (Foto: eva)

Unter dem Slogan »Er ist zurück, der legendäre Burg-Gemündener Orientierungsmarsch«, hatte die Burschenschaft »Burgkameraden« für das sportliche Wettkampfspektakel geworben. Auf Initiative von Florian Albert, Stefan Deichert und Christian Wagner ließ damit die Burschenschaft eine traditionelle Burg-Gemündener Veranstaltung aufleben, die in früheren Jahren sehr erfolgreich von der »Freien Reservistenkameradschaft« Burg-Gemünden durchgeführt worden war.

Am letzten Samstag war es dann soweit. Insgesamt neun Mannschaften nahmen an dem Orientierungsmarsch teil und wetteiferten um die besten Platzierungen.. Als Orientierungshilfe standen den Wettbewerbsteilnehmern dabei lediglich Landkarten zur Verfügung, Schilder oder Wegweiser gab es nicht. Hochmotiviert und euphorisch starteten die einzelnen Teams am Dorfgemeinschaftshaus, immer zeitversetzt in einem Abstand von 15 bis 20 Minuten, zu der rund fünf stündigen Tour.

Getränkekisten stapeln

Während des rund zehn Kilometer langen Marsches mussten an verschiedenen Stationen diverse Aufgaben erfüllt werden, bei denen Geschick und Sportlichkeit sowie heimatkundliche und geographische Kenntnisse gefragt waren. So musste beispielsweise bei der Aufgabe »Schwingender Befüller« eine Person auf einem schwingenden Reifen Wasser mit einer Suppenkelle von einem zum anderen Punkt befördern, an anderen Stationen innerhalb von zwei Minuten so viel Wasser wie möglich aus mehreren nassen Handtüchern gewrungen, oder es mussten gar möglichst viele Getränkekisten horizontal gegen eine Wand gestapelt werden. Neben weiteren Geschicklichkeitsaufgaben, wie »Bierdeckel schnipsen« oder »Eierweitwurf«, gehörten sicherlich die »Flussüberquerung mit Behelfsbrücke«, wobei die Teilnehmer an einem Führungsseil gesichert die Ohm über einen umgestürzten Baum überqueren mussten, oder »Floß bauen«, wobei aus verschiedenen Materialien ein schwimmfähiges Floß gebaut werden musste, um damit stehend eine über dem Wasser gespannte Dose erreichen zu können, zu den Mammutaufgaben des gesamten Parcours. Darüber hinaus galt es noch 21 Quizfragen aus den Bereichen Geographie, Geschichte und Heimatkunde zu beantworten, bei deren Lösung, wie zu erfahren war, auf gar manchen »Telefon-Joker« zurückgegriffen wurde.

Team »Erdmännchen« vorn

Für die Siegerehrung hatte die Burschenschaft anschließend zum gemütlichen Umtrunk mit »Fassbier und Bratwurst« (und weiteren Getränken) in den Jugendclub eingeladen, der zeitweise, angesichts des großen Interesses auch aus der Bevölkerung, aus allen Nähten zu platzen drohte.

Schließlich gab Florian Albert das mit Spannung erwartete Ergebnis bekannt. Den ersten Platz belegte das Team »Erdmännchen«, gefolgt von der Backhausjugend Bleidenrod auf dem zweiten Platz und den »Grandpies« sowie der Mannschaft der Freiwilligen Feuerwehr Bleidenrod, die punktgleich den dritten Platz errangen.

»Wir sind in große Fußstapfen getreten«, sagte Florian Albert im Hinblick auf die Vorgabe durch die »Freie Reservistenkameradschaft«, die den Orientierungsmarsch einst nach Burg-Gemünden gebracht und bis vor ein paar Jahren organisiert hatten. »Wir wollten das Rad nicht neu erfinden und haben deshalb das altbewährte Konzept übernommen«, sagt er, was sich auch angesichts des großen Zuspruchs als richtig erwiesen habe.

Derzeit ist geplant, den Marsch auch im kommenden Jahr wieder anzubieten, um an der Tradition dieser wirklich schönen und beliebten Veranstaltung festzuhalten.

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