16. Juni 2017, 19:05 Uhr

Interessent für Mehrfamilienhaus

16. Juni 2017, 19:05 Uhr
Es gibt erneut einen Interessenten für das städtische Mehrfamilienhaus im Weingarten. Die Immobilie mit sechs Wohneinheiten aus dem Jahr 1963 verfügt über 350 Quadratmeter Wohnfläche, hat weder eine Isolation noch eine Heizungsanlage und das Dach ist mit Eternitplatten eingedeckt. (Foto: pwr)

Einstimmige Beschlüsse fielen jüngst in der letzten Stadtverordnetenversammlung vor der Sommerpause. Eine Überraschung gab es gleich zu Beginn der Sitzung, als die Tagesordnung um zwei Punkte erweitert wurde. So gibt es erneut einen Interessenten für den Kauf des städtischen Mehrfamilienhauses im Weingarten.

Die Immobilie mit sechs Wohneinheiten aus dem Jahr 1963 verfügt über 350 Quadratmeter Wohnfläche, hat derzeit weder eine Isolation noch eine Heizungsanlage und das Dach ist mit Eternitplatten eingedeckt. Es ist wegen des starken Sanierungsbedarfes seit 2009 nicht mehr vermietet. Das Haus steht seitdem leer und wurde zu Übungszwecken von der Feuerwehr verwendet, deren Sirene auch auf dem Dach ist.

Die dem Haus zugeordnete Grundstückfläche beträgt 1000 Quadratmeter, hinzukommen 1306 Quadratmeter Umland. Wie die Stadt informierte, ist der mögliche Käufer an einer Modernisierung interessiert, um die Wohnungen zu vermieten. In einer Beratung und Verhandlung unter Ausschluss der Öffentlichkeit entschied sich die Stadtverordnetenversammlung einstimmig, die Immobilie zu verkaufen, die Verträge für die möglicherweise fünfstellige Kaufsumme und den Kaufinteressenten müssen jedoch erst noch unter Dach und Fach gebracht werden.

Aufgrund zweier Änderungswünsche des Regierungspräsidiums musste das Stadtparlament einen neuen Beschluss zur öffentlich-rechtlichen Vereinbarung zur Bildung eines örtlichen Bezirks für die Ordnungsbehörde und die Verwaltungsbehörde fassen, dieser fiel einstimmig aus. Auch einstimmig entschieden sich die Stadtverordneten für die Aktualisierung der Geschäftsordnung der Stadtverordnetenversammlung. Die Ortsbeiräte im Stadtgebiet sollen demnächst eine gesonderte Geschäftsordnung erhalten.

Im Bericht aus dem Magistrat informierte Bürgermeisterin Dr. Birgit Richtberg über einen »turbulenten« Monat Mai für die Stadt Romrod. So begannen die Arbeiten für die Verlegung von Glasfaserkabel für schnelles Internet in den Gehwegen. Dagegen rückte der Start der Baustelle zur Erneuerung der Dorfmitte in Nieder-Breidenbach in Richtung August.

Die Gemeinde Feldatal richtete an die Stadt Romrod sowie weitere Kommunen im Gemeindeverwaltungsverband eine Anfrage zu einer möglichen Fusion (die AAZ berichtete). Aus Sicht der Bürgermeisterin liefert die Unterschiedlichkeit der Verhältnisse in den beiden Kommunen jedoch aktuell keinen Anlass, einen solchen Schritt ins Auge zu fassen. »Es macht nur bei einer Harmonisierung Sinn und wenn man auf Augenhöhe ist«, meint Richtberg. Im Hinblick auf das verlassene Sporthotel in der Kneippstraße konnte das Stadtoberhaupt keine Neuigkeiten berichten, es gebe keine Reaktion vom Eigentümer aus China. »Wir können das riesige Gebäude nicht sichern.« Im Hinblick auf eine mögliche Elektrotankstelle am Bahnhof in Zell sagte Richtberg, dass dazu der Ortsbeirat angehört werden soll.

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