16. Mai 2017, 08:00 Uhr

Tier in Not

Wenn die Katze nicht mehr vom Baum kommt

Tierliebe ist weit verbreitet, aber Tierhilfe? In Romrod erlebte der Tierschutzverein Zwiespältiges: Viele wussten von einer Katze in Not auf einem Baum, aber nur wenige halfen - das lag auch an den Kosten.
16. Mai 2017, 08:00 Uhr
Der junge Kater hockt in neun Meter Höhe auf einem Baum und traut sich den Abstieg nicht mehr zu. (pm)

Das ist passiert: Am Freitag wurde der Pressesprecher des Alsfelder Tierschutzvereins von einer besorgten Romröder Bürgerin kontaktiert. Diese hatte am frühen Morgen bei einem Waldspaziergang mit ihrem Hund in der Gemarkung von Romrod ein klägliches Miauen gehört. Als sie sich umschaute, entdeckte die Frau eine Katze, die sich in etwa neun Metern Höhe auf einem Baum befand und allem Anschein nach nicht mehr alleine herunterkam. Wie die Frau berichtete, habe die Stadtverwaltung sie auf Nachfragen darüber informiert, dass ein Rettungseinsatz der Feuerwehr Romrod 400 Euro koste und diese Kosten dann auf den Hinweisgeber umgelegt werden würden. Auch hätten weitere Spaziergänger ebenfalls das Miauen gehört und die Forstverwaltung verständigt. Zeitweilig sollen sich nach Erkenntnis des Tierschutzvereins im Laufe des Tages Bauhofmitarbeiter, besorgte Bürger und Mitarbeiter der Forstverwaltung vor besagtem Baum befunden haben. Allerdings war keine der Personen oder Behörden bereit, die Rettung der Katze zu veranlassen. Die Stadtverwaltung war am späten Nachmittag für den Pressesprecher des Tierschutzvereines, Volker Schwenzfeier, telefonisch nicht mehr zu erreichen, das Forstamt wollte frühestens am nächsten Tag handeln.

Vor Ort musste Schwenzfeier dann leider feststellen, dass das Tier inzwischen noch einige Äste höher geklettert war. Diese Höhe erschwerte die infrage kommenden Rettungsmöglichkeiten deutlich.

 


Helfer kommen mit langer Leiter

 

Als Matthias Hartmann, H.W. Borchard und Stephan Ruppelt aus Alsfeld sowie Jürgen Geissler aus Romrod von der Notlage erfuhren, boten sie sofort ihre Hilfe an. Mit einer Anhängeleiter konnte die Katze schließlich gerettet werden. Anschließend wurde das erschöpfte Tier durch Volker Schwenzfeier ins Tierheim Alsfeld gebracht. Dort konnten am Samstagmorgen der Mikrochip ausgelesen, die Besitzer ermittelt und der junge Kater an die glücklichen Tierhalter übergeben werden.

»Es ist sehr schade, dass es für besorgte Bürger so schwierig ist, in einer Situation wie dieser einen Ansprechpartner zu finden«, bilanziert Schwenzfeier. Umso erfreulicher sei es, dass das Tierheim habe Hilfe leisten können, obwohl kein Fundtiervertrag mit der Stadt Romrod bestehe.

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