05. Dezember 2018, 22:03 Uhr

Neue Modelle im alten »Deppo«

05. Dezember 2018, 22:03 Uhr
Die neuen Audi-Modelle werden perfekt in Szene gesetzt. (Foto: mac)

Da hatten die Geschäftsführerinnen des »MH Autoforums – Audi an der Automeile« nicht zu viel versprochen. »Unter dem Motto »Audi goes Depot« hatten Andrea Michel-Lebeau und Petra Michel-Förstl am Montag mehr als 600 Kunden eingeladen, sich die neuesten Modelle »in einem spektakulären Rahmen« anzuschauen. Marketingleiter Markus Pfeffer und viele fleißige Helfer hatten im Vorfeld ganze Arbeit geleistet, um dieses Versprechen halten zu können. Aus einer alten Lagerhalle auf dem ehemaligen Gelände des Army & Air Force Exchange Service (AAFES) hatten sie eine eindrucksvolle Location gemacht.

Schon im Anmarsch wurden die Besucher von offenem Feuer begrüßt, die Halle selbst war in spektakuläres Licht getaucht, die Sophisticated Butcher Fingers sorgten für den passenden musikalischen Rahmen – und natürlich durften auch Burger vom Grill nicht fehlen. »Das ist die größte Präsentation, die wir je gemacht haben«, sagte Chefin Michel-Lebeau zur Begrüßung. Für die anwesenden Gäste und ihre Mitarbeiter hatte sie zudem eine erfreuliche Nachricht parat. Mit Genehmigung der Audi AG darf ihr Betrieb nun den Titel Audi-Zentrum Gießen führen.

Im Rampenlicht sollten aber die Autos stehen: Verkaufsleiter Klaus-Dieter Schlegel hatte zuvor angekündigt, gleich sechs Typen vorstellen zu wollen. Im November 2017 wurde im neuen A8 die viel beachtete Digitalisierung in den Modellen begonnen. Neben A7, A6 und Q8 sorgten bei der Präsentation aber die im November auf den Markt gekommenen Fahrzeuge Q3 und A1 für Begeisterung unter den Besuchern. Zum Teil filmten die Audi-Fans die Einfahrt der Fahrzeuge in die alte Halle, die mit Feuertonnen, Kunstnebel und Glitterregen perfekt inszeniert wurde.

Vor der Fahrzeugpräsentation hatte Pfeffer den Kunden Depot-Besitzer Daniel Beitlich und seinen Mitarbeiter Mattes I. von Oberhessen auf der Bühne vorgestellt. Revikon-Chef Beitlich gab einen kurzen Überblick über die zukünftigen Pläne mit dem Gelände, von dem aus die Streitkräfte Güter in die ganze Welt verteilten.

Hallen voller Coca-Cola-Produkte

Mattes I., der im Auftrag von Beitlich Funde, Erinnerungsstücke und Anekdoten über die Zeit der US Army in Gießen dokumentiert, nahm die Zuhörer mit auf eine kleine Reise in die Vergangenheit. Er berichtete von Lagerhallen voller Coca-Cola-Produkte, einer eigenen Lagerstätte für Spirituosen, den guten Verbindungen mancher Gießener zu einem US-Soldaten (»Ich hab da einen Ami«) und berichtete über die legendären amerikanschen Jim-Beam-Flaschen, die in Gießen heiß gehandelte Schwarzmarktware waren. Zur Freude der Besucher gab es zum Abschied ein kleines Fläschchen Jim Beam und eine Mini-Cola. Ein letzter Gruß aus dem US-Depot zur Erinnerung an eine spektakuläre Veranstaltung, die erste und letzte dieser Art im »Deppo«. Im neuen Jahr werden die Hallen abgerissen.

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