16. Dezember 2011, 17:03 Uhr

Weihnachtsgala mit Heinz Günter Heygen bei Karstadt

Heinz Günter Heygen, die Stimme des HR4, führte das Publikum der ersten Weihnachtsgala von Kunst Kultur Karstadt durch den musikalischen Abend.
16. Dezember 2011, 17:03 Uhr
»Ich bin wie brauner Zucker«: Soulsängerin Angela Brown war der Star der von Heinz Günter Heygen moderierten Weihnachtsgala. (Foto: dt)

Der hessische Radio- und TV-Moderator verstand es, die zahlreichen Besucher mit vielen kleinen Anekdoten zum Thema »Weihnacht« zu erheitern. Für einen schwungvollen Abend sorgten der Siegener A-cappella-Chor Ton-Art, Stephan Geiger und Frank Mignon sowie die stimmgewaltige Sängerin Angela Brown mit Jan Luley am Piano.

Verrückte Menschen laufen im Kreis, so erzählt das Stück »Mad World« von Gary Jules, das Ton-Art zu Beginn präsentierte. Die sechsköpfige Gesangsgruppe mit vier Ladies und zwei Gentlemen aus drei Generationen verbindet die Liebe zur Musik. Und das ist mit ihren gefühlvoll in Szene gebrachten Arrangements nicht zu überhören. Andreas Müller betonte in dem Zusammenhang seine Freude über so viele Gäste, die den Weg ins Warenhaus gefunden und einen besinnlichen Abend im Kultur-Café dem Weihnachtsrummel vorgezogen haben. Zwischen den Darbietungen umfing Stephan Geiger, im musikalischen Zusammenspiel mit Frank Mignon (E-Piano), die Gäste mit dem Sound seines Sopransaxofons, das bereits Stars wie Tony Marshall begleitete. Das Salz in der Suppe war unbestritten der Charme von Heinz Günter Heygen. Im Sinne von »You are on the wood way« präsentierte Heygen gekonnt seine Vorstellung von Weihnachten in einem hessisch-amerikanischen Wortgemisch: »In the kitchen of the house – the mother makes the Christmas schmaus«.

Frank Mignon – für die Programmgestaltung verantwortlich – setzte auf ein einfaches, aber unterhaltsames Programm mit Künstlern, die ein »Mensch-zu-Mensch-Gefühl« vermitteln. »Ich möchte, dass sich die Gäste bei uns wohlfühlen und dass eine gewisse Nähe zwischen den Künstlern und den Zuschauern entsteht«, berichtete Mignon. Und das ist möglich. So ist das Kultur-Café nicht allzu groß und mit einer dezenten Beleuchtung durch zahlreiche Lichterketten entsteht ein heimisches Gefühl, das die Stars auf der Bühne und die Gäste im Saal näher zusammenrücken lässt.

»Ich bin wie brauner Zucker«, zwinkerte Angela Brown von der Bühne herunter. Und mit dem passenden Kaffee dazu, wie mit Jan Luley am Klavier, verwandelte sich der besinnliche Abend zu einer temperamentvollen Jazz-Kantine, in der das Publikum putzmunter im Chor mit einstimmte. Der Soulsängerin fehlt es weder an Kraft, noch an Humor und schon gar nicht an Ausdrucksfähigkeit. Ihr knöchellanges, rotes Abendkleid schwang dezent im Takt. Denn die Dame hat den Rhythmus im Blut und das rauscht durch ihre Adern und explodiert in einer gewaltigen Stimme. Und wenn man glaubt, sie habe bereits alles gegeben, holt sie noch mal kurz Luft und zeigt, was es wirklich heißt, einen Ton klingen zu lassen. »Liebe, Gesundheit und viel Spaß in diesem Leben«, so lautete ihr Trinkspruch am Abend, der durch Heygen’s Gedichtrezitation von Erich Fries mit »De Omma ihr’n Weihnachtsengel« noch liebevoll abgerundet wurde. »Und die Moral von der Geschicht«, laut Heygen: »Versprecht nur, was e halte könnt!«. Dagmar Titsch

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