14. Dezember 2015, 13:35 Uhr

Was hinter dem neuen Namen für das ehemalige Otto-Eger-Heim steckt

Gießen (pm). Ende einer langen Diskussion: Der Verwaltungsrat des Studentenwerks hat einstimmig beschlossen, dass die Mensa und das Wohnheim im Leihgesterner Weg 16 zukünftig den Namen Mildred-Harnack-Fish-Haus tragen soll.
14. Dezember 2015, 13:35 Uhr
(Foto: Oliver Schepp/Archiv)

Mildred Harnack-Fish wurde 1902 in Milwaukee, Wisconsin geboren. Nach ihrem Schulabschluss 1919 studierte sie Literaturwissenschaften. Nach ihrer Heirat 1926 mit Arvid Harnack zogen beide 1929 nach Berlin. Im Jahr 1941 promovierte sie an der Justus-Liebig-Universität in Gießen. Während der Zeit des Nationalsozialismus leistete sie, wie auch ihr Mann, Widerstand gegen das nationalsozialistische Regime. 1942 wurden die Eheleute in Haft genommen. Mildred Harnack-Fish wurde zu sechs Jahren Zuchthaus verurteilt. Nach Anordnung auf ein neues Hauptverfahren wurde die Haftstrafe in eine Hinrichtung geändert, welche 1943 in Berlin erfolgte.

Es ist vorgesehen, einen Schriftzug mit dem neuen Namen an dem Gebäude anzubringen. Im Inneren des Gebäudes soll eine Tafel über die Historie der Umbenennung des Gebäudes informieren. Der Verwaltungsrat hatte vor einem Jahr beschlossen, das Gebäude nicht mehr nach Otto Eger zu benennen, nachdem ein Schreiben des Gießener Konzertvereins vom 11. Oktober 1933 aufgefunden worden war, welches Eger mitunterzeichnet hatte. Aufgrund dieses Schreibens erfolgte eine Neubewertung des Verhaltens der Person Otto Eger während des Nationalsozialismus.

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