03. Oktober 2008, 19:34 Uhr

Vorstand will Fusion der Sparkassen Gießen und Wetzlar

Gießen (si). Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Wetzlar, Klaus-Jörg Mulfinger, hat sich für eine Fusion seines Geldinstituts mit der Sparkasse Gießen ausgesprochen. Seit Sommer letzten Jahres habe es zwischen beiden Häusern zahlreiche Gespräche gegeben, und zwar sowohl auf der Führungsebene als auch in gemeinsamen Arbeitsgruppen. Inzwischen sei klar: »Die Vorstände beider Häuser sind überzeugt davon, dass ein Zusammenschluss sinnvoll ist«, sagte Mulfinger der Allgemeinen Zeitung.
03. Oktober 2008, 19:34 Uhr

Die zwei Geldinstitute arbeiteten in nahezu identischen Geschäftsfeldern und räumlich direkt nebeneinander. Gemeinsam könne man den Mitbewerbern - zum Beispiel der Volksbank Mittelhessen, aber auch der weiter südlich gelegenen Taunussparkasse - besser Paroli bieten. »Wenn wir die Fusion nicht selbst in die Hand nehmen, ist die Gefahr groß, dass beide Häuser aufgesogen werden«, sagte Mulfinger. Das wüssten auch die beiden Verwaltungsräte, die im vergangenen Jahr Gespräche über eine engere Kooperation mit der »Fusion als Möglichkeit« gebilligt hätten, so der Vorstandssprecher.

Der Gießener Vorstandsvorsitzende Wolfgang Bergenthum bekräftigte auf Anfrage, dass die Verwaltungsräte - also nicht die Vorstände - über einen möglichen Zusammenschluss entscheiden müssten. Beide Sparkassen kooperierten »gut und eng. Sie können aber auch alleine weiterarbeiten«, sagte Bergenthum.

Keine Stellungnahme abgeben wollte der Verwaltungsratsvorsitzende der Sparkasse Gießen, Oberbürgermeister Heinz-Peter Haumann. Das teilte Magistratssprecherin Franziska Lodde mit. Sie ließ auch offen, ob sich Verwaltungsrat und Zweckverband bei ihrer nächsten Sitzung (am 24. Oktober) mit dem Thema »Fusion« beschäftigen werden.

Vorstands- und Verwaltungsratsvertreter beider Banken hatten sich in dieser Frage erstmals im Juni 2007 zusammengesetzt. Damals hieß es noch, eine Grundsatzentscheidung könne bis Ende 2007 fallen. In der Öffentlichkeit wurde das Thema zunächst heftig diskutiert, dann verschwand es aus dem Blickfeld.

Die beiden öffentlich-rechtlichen Banken sind mit einer Bilanzsumme von 2,0 Milliarden Euro (Wetzlar) und 1,9 Milliarden (Gießen) nahezu gleich groß. Bei einem Zusammenschluss entstünde die fünftgrößte hessische Sparkasse. Ihr Geschäftsgebiet würde durchgängig von Lich im Osten bis nach Biskirchen im Westen über zwei Landkreise reichen.

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