18. Januar 2019, 21:46 Uhr

Wort zum Sonntag

Von ängstlichen Riesen und verblüffenden Einsichten

18. Januar 2019, 21:46 Uhr

Die alten Erzählungen der Bibel lehren uns wesentliche Wahrheiten über uns selbst, das Leben und über Gott. So auch die Geschichte von Josua, dem Mann Gottes, der sein Volk von der Wüste in das verheißene Land Kanaan führen sollte.

Josua lagerte mit den Israeliten am Ostufer des Jordan. Von dort aus entsandte er heimlich zwei Spione, um das Land zu erkunden. Vierzig Jahre vorher waren er, Kaleb und zehn weitere Kundschafter mit gleicher Mission im Land unterwegs, ausgesandt von seinem Vorgänger Mose. Damals brachten sie eine gute und eine schlechte Nachricht von ihren Erkundungen mit: Das Land ist wunderbar, es fließt dort Milch und Honig.

Aber die Bewohner sind stark und groß. Josua und Kaleb waren der Meinung, mit Gotte Hilfe würden sie das Land einnehmen können. Aber die zehn Pessimisten streuten Fakenews von gefährlichen unbezwingbaren Riesen, die dort leben sollten. Damit lösten sie einen Aufstand aus gegen Mose und sein Führungsteam.

Die weitere Geschichte ist bekannt. Die Generation der Skeptiker sollte nicht in das verheißene Land kommen. Eine Generation später kamen wieder Spione aus dem verheißenen Land. Diesmal mit einer verblüffenden Nachricht. Die »Riesen« haben schon seit 40 Jahren Angst vor dem Volk Israel und seinem mächtigen Gott. Sie hatten gehört von dem spektakulären Durchzug durch das Schilfmeer und von dem erfolgreichen Krieg gegen die Amoriter. Aufgrund dieser Berichte hatten sie allen Mut verloren, gegen die Israeliten zu kämpfen. Es war jedoch nicht die Angst vor diesem Volk, die sie mutlos machte, sondern vor dem mächtigen Gott, der hinter diesem Volk stand.

Die Perspektive wechseln

So unterschiedlich können unser Wahrnehmungen sein. Aus Angst vor den Riesen irrten die Israeliten 40 Jahre mutlos und ziellos und durch die Wüste. Und die sogenannten Riesen fürchteten sich schon seit 40 Jahren vor dem Gott dieses Volkes.

Wir stehen vor einem neuen Jahr, neuen Herausforderungen und sehen uns vielleicht auch mit dem einen oder anderen Riesenproblem konfrontiert. Wechseln wir doch einmal die Perspektive, so wie Josuas Spione. Wie sehen unsere »Riesen« den mächtigen Gott, der zu uns steht? Im Psalm 121 machte jemand beim Beten einen ähnlichen Perspektivwechsel: »Ich erhebe meine Augen zu den Bergen: Woher kommt mir Hilfe?« – Und dann wendet er seinen Blick weg von den Problembergen und spricht: »Meine Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erde erschaffen hat.«

Evangelische Allianz Gießen, Reinhard Reitenspieß, Pastor der Gemeinschaften Heuchelheim/Biebertal.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Erzählungen
  • Gießen
  • Gott
  • Spioninnen und Spione
  • Völker der Erde
  • Wüstengebiete
  • Redaktion
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 3 + 2: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.