05. September 2013, 20:28 Uhr

Verkaufsrekorde: Elke Bergsmas Roman "Das Teekomplott"

Gießen (pd). Seit Mai befindet sich die Gießener Autorin Elke Bergsma auf Erfolgskurs, bricht fast täglich neue Verkaufsrekorde. Mit ihrem Roman »Das Teekomplott« hat sie sich auf der Amazon-Bestsellerliste festgesetzt: Drei Wochen lang war sie ohne Pause auf Platz eins, seit zwei Monaten hält sich ihr Ostfriesland-Krimi in den Top Ten.
05. September 2013, 20:28 Uhr
Erfolgsautorin über den Dächern Gießens: Elke Bergsma in der »Skybar«. (Foto: Schepp)

Über 50 000 Bücher hat die Schriftstellerin seit Mai verkauft, die allermeisten als E-Book. Weil die Resonanz auf ihre Krimis derzeit alle Erwartungen übertrifft, nähert sich die Diplom-Geographin, die für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Gießener Wohnbau zuständig ist, der Verwirklichung ihres lange gehegten Traums: »Seit drei Monaten arbeite ich daran, dass die Schriftstellerei zu meinem Hauptstandbein wird.«

Danach sieht es bei ihren ersten literarischen Versuchen nicht unbedingt aus. 2007 erscheint »Neles Aufbruch zum Horizont«, 2010 ihr Kinderbuch »Merle und Mo«. Beide Werke werden nicht zum Verkaufsschlager. Doch Elke Bergsma beweist Durchhaltevermögen – und den richtigen Riecher. Mit »Götterdämmerung« gewinnt sie den Krimischreibwettbewerb der Gießener Allgemeinen Zeitung und kommt in Sachen Genre auf den Geschmack. »Der Wettbewerb ›Mordsdichter» hat mir den Impuls für meine Krimis gegeben«, sieht sie ihre Kurzgeschichte, in der es um einen Mord am Schwanenteich geht, als Auslöser für die folgenden Romane.

Zunächst bezahlt sie noch Lehrgeld, weil klassische Buchverlage von Autoren ohne großen Namen vier- bis fünfstellige Summen für die Veröffentlichung eines Romans verlangen. Seit sie im Frühjahr dieses Jahres ihre Werke über Amazon verkauft, hat sich ihre Situation dramatisch verändert.

Außer mit ihrem Bestseller »Teekomplott« ist Elke Bergsma auch mit den Romanen »Windbruch« und »Lustakkorde« auf den ersten hundert Plätzen der Verkaufsliste vertreten. »Amazon ist der führende E-Book-Verkäufer weltweit«, weiß die Autorin um die Bedeutung einer solchen Rangliste. Knapp vier Euro kostet einer ihrer Krimis im Internet, das Autorenhonorar liegt bei 70 Prozent. »Mehr als fünf Euro wollen E-Book-Leser nicht bezahlen«, sagt Bergsma, die nichts dagegen hätte, mit ihren Krimis auch »ganz klassisch« in Buchhandlungen vertreten zu sein. »Wenn jetzt ein Verlag auf mich zukäme, wäre ich in einer ganz anderen Verhandlungsposition«, weiß die Erfolgsautorin.

Bis es so weit ist, macht sie weiter Werbung über Facebook und Twitter und freut sich darüber, dass ihre Ostfriesland-Krimis so gut ankommen beim Publikum. Warum sie sich ausgerechnet die Gegend zwischen Jadebusen und Juist für ihre Handlung ausgesucht hat? Ganz einfach: Die 45-Jährige stammt aus Canhusen. Und selbstverständlich hat sie auch das 170-Seelen Nest in ihre Geschichten rund um das Ermittlerduo Büttner und Hasenkrug eingebaut.

Wenn sie mit einem Krimi beginnt, hat sie übrigens nur ein ganz grobes Handlungsgerüst. »Häufig machen meine Protagonisten einfach das, was sie wollen«, verrät die Autorin. Beim »Teekomplott habe sie selbst erst ganz zum Schluss gewusst, wer der Mörder ist.

»Ostfriesisches Gedöns«

Seit die Verkaufszahlen derart in die Höhe geschnellt sind, erhält sie für ihre Werke auch öffentliche Aufmerksamkeit – vor allem im Internet. Über die vielen positiven Kommentare freut sie sich, auf »Berühmtheit« kann sie aber gut verzichten. »Ich bin kein Typ für die Bühne«, sagt die Schreiberin. Dennoch veranstaltet sie nächste Woche ihre erste Lesung – vor geladenen Gästen.

Noch mehr freut sie sich, wenn ihr Stil mit Kluftinger, Agatha Christie und besonders mit Inspektor Barnaby verglichen wird. Stolz ist sie aber auch darauf, dass ihr »ostfriesisches Dorfgedöns« inzwischen sogar Leser in England, Frankreich und den USA hat. Deshalb erscheint das »Teekomplott« im November auch in englischer Sprache. Selbst wenn sich internationaler Erfolg einstellen sollte, wird Elke Bergsma beim Schreiben ihrer Heimat im Nordwesten Deutschlands treu bleiben. Der nächste Ostfriesland-Krimi ist bereits in Arbeit.

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