19. Januar 2018, 20:57 Uhr

Urban Gardening und Wild West

19. Januar 2018, 20:57 Uhr
Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich mit den Preisträgern. (Foto: pm)

Gießen (vpf). Das Kind-sein hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Gerade jetzt und gerade deshalb ist es wichtig, das Bewusstsein von Kindern und Jugendlichen für den Umwelt- und Naturschutz zu fördern. Das findet die Stadt Gießen und hat daher den jährlich verliehenen Förderpreis für innovative Kinder- und Jugendprojekte in diesem Jahr dem Thema »Ökologie und Nachhaltigkeit« gewidmet. »Der Förderpreis soll aufzeigen, wie Kinder und Jugendliche die Lebensbedingungen künftiger Generationen durch ökologisches Handeln erhalten oder gar verbessern können«, sagte Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich bei der Preisverleihung am Mittwoch.

Für den Förderpreis stellt die Stadt in diesem Jahr drei Preise im Gesamtwert von 6000 Euro zur Verfügung. Gefördert werden drei Projekte aus der Kinder- und Jugendarbeit mit jeweils 2000 Euro. Für die Förderpreise konnten sich alle Jugendgruppen, -vereine, -verbände, -initiativen, -clubs und -treffs und sonstige selbstbestimmte Jugendgruppen bewerben. Fünf Einrichtungen sind der Ausschreibung mit ihren Projektanträgen gefolgt, daraus wurden nun drei Gewinner in den Kategorien Kinder- und Jugendprojekt gekürt.

In der Kategorie »Kinderprojekt« ist der Preisträger der ESV Gießen mit dem Projekt: »Es summt und brummt im Sandfeld«. Die Kindergruppe möchte zum Schutz der Insekten beitragen, indem sie durch den Bau und die Aufstellung von Insektenhotels neue Lebensräume und Nahrungsquellen schaffen. Zusätzlich wollen sie einige Baumscheiben und öffentliche Grünstreifen mit insektenfreundlichen Pflanzen bepflanzen. Ihre Beobachtungen in Bezug auf Körperbau, Lebensweise, Verhalten und Nahrung der Tiere können sie dabei in einem Forscherbuch festhalten.

Summer und Brummer

Mit ihrer Idee »Botschafter für Nachhaltigkeit« hat die BUNDjugend Gießen in der Kategorie »Jugendprojekte« gewonnen. Ihre Idee ist es, die vielfältigen Gießener Gruppen kennenzulernen, die im Bereich Nachhaltigkeit aktiv sind. »Mit vielen Akteuren werden die Jugendlichen zu Kleidung, Reparatur und Müllvermeidung sowie Urban Gardening, Mobilität, Ernährung, Fairer Handel und Energie Inputs erhalten und auch selbst aktiv werden«, sagte Weigel-Greilich. Ziel sei es, Jugendlichen durch dieses Projekt Wissen und Fähigkeiten über alltagspraktische Möglichkeiten des Klima- und Ressourcenschutzes zu vermitteln.

Der dritte Anteil des Fördergeldes geht in den Wilden Westen – genauer gesagt in das nicht bebaute, zurzeit verwilderte Gelände »Altes Gebiet« in der Weststadt. Das Kinder- und Jugendprojekt: »Wir im Wilden Westen« des Diakonischen Werks hat sich vorgenommen, dieses Gelände möglichst naturnah umzugestalten. »Das ›Alte Gebiet‹ als Naturerfahrungsraum soll Kindern und Jugendlichen die Natur erfahrbar machen«, sagte die Bürgermeisterin. Sie sollen sich erholen und mit vorhandenen Naturmaterialien kreativ umgehen. Das Spielen soll Raum für Interaktionen mit der Natur aber auch mit Kindern und Jugendlichen bieten. »Ich freue mich besonders, dass es sich um ein Projekt handelt, was sich gleichermaßen an Kinder und Jugendliche richtet«, sagte Weigel-Greilich. Eine Bitte richtete sie zum Schluss an alle Preisträger: »Seien Sie stolz auf sich und Ihren Preis, zeigen Sie sich, reden Sie über Ihr Tun.« Vielleicht könne man so zum Mitmachen oder Nachahmen motivieren.

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