01. Februar 2013, 19:43 Uhr

Tücken der E-Mail und wie man sie vermeidet

Gießen (pm). »Die E-Mail ist offen wie eine Postkarte.« Dass diese praktische, schnelle und kostengünstige Form der Kommunikation auch ihre Tücken hat, machte Dr. Martina Dressel auf dem ersten Datenschutztag an der Technischen Hochschule Mittelhessen in Gießen deutlich.
01. Februar 2013, 19:43 Uhr
Martina Dressel

Die Referentin, Autorin des »E-Mail-Knigge«, sprach über »Professionelles E-Mail-Management und Datenschutz«.

40 Jahre nachdem die erste E-Mail 1971 in den USA versandt wurde, ist der elektronische Brief allgegenwärtig: »So wie Autos unsere Straßen verstopfen, verstopfen E-Mails unsere Datenautobahnen.« Elektronische Postfächer laufen über und signalisieren uns zweierlei: Ich bin wichtig, werde gebraucht. Und gleichzeitig, so Dressel, wachse die Angst, der Flut nicht Herr zu werden.

Disziplin sei ein Schlüssel, mit dem permanenten Zufluss umzugehen. »Rufen Sie Ihre Mails höchstens zwei- oder dreimal am Tag ab, und fassen Sie jede E-Mail möglichst nur einmal an«, lauteten zwei Tipps. Die Kennzeichnung einer Mail mit dem Hinweis »Antwort nicht nötig« dämme den elektronischen Briefverkehr ebenso ein wie die Angabe eines Verfallsdatums.

Alltägliche Praktiken wie Adressketten in der Anschriftenzeile beim Versand gleichlautender E-Mails sind laut Dressel aus Gründen des Datenschutzes unzulässig, weil der Absender damit geschützte Daten an alle Empfänger weitergibt. Ein Arzt, der zum Beispiel auf diesem Wege auf seine Urlaubsvertretung hinweist, macht seine gesamte Patientendatei einem großen Kreis zugänglich.

Hinweise darauf, wie man E-Mails erkennt, die den Computer gefährden, gab die Referentin ebenso wie Tipps zum Schutz der Mailinhalte. Man kann seinen Brief als E-Mail-Einschreiben oder verschlüsselt versenden, und eine Signatur macht dem Empfänger deutlich, dass der ausgewiesene Absender auch der wirkliche ist.

Zwei weitere Vorträge gehörten zum Programm. Dr. Andreas Gabriel referierte über »Datensicherheit und Social Engineering«, Andreas Ditze über den »Richtigen Umgang mit Social Media im Unternehmen.«

Mehr als 130 Gäste waren der Einladung zum ersten Datenschutztag an der TH Mittelhessen gefolgt. Laut Datenschutzbeauftragtem Hajo Köppen, der die Veranstaltung gemeinsam mit Andreas Heines organisiert hatte, kamen die Teilnehmer etwa zur Hälfte aus dem eigenen Haus, zur anderen Hälfte von Hochschulen, Behörden und Unternehmen aus ganz Deutschland. »Die Resonanz zeigt, dass Datenschutz und Datensicherheit am Arbeitsplatz hochaktuell sind«, so Köppen. Der Datenschutztag solle deshalb zu einer festen Einrichtung an der TH werden.

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