14. August 2016, 13:23 Uhr

Tour der Hoffnung sammelt diesmal 1,9 Millionen Euro ein

Gießen/Bremen (mö). Monatelange Planung, vier Tage mit über 360 km Radstrecke und 30 Stopps: Karsten Koch und Mathias Rinn haben eine anstrengende Zeit hinter sich. Spätestens als am Samstag in Bremen das Ergebnis der Tour der Hoffnung bekanntgegeben wurde, wussten die neuen Sportlichen Leiter: Der Stress hat sich gelohnt.
14. August 2016, 13:23 Uhr
Die Tour der Hoffnung auf der Marburger Straße Richtung Lollar: Gießen bleibt Dreh- und Angelpunkt der Benefizaktion zugunsten krebskranker Kinder. (Fotos: mö)

Mit gut 1,9 Millionen Euro hat die Benefizaktion zugunsten krebskranker Kinder das zweitbeste Ergebnis ihrer Geschichte eingefahren. »Wir sind total erleichtert, dass alles so gut geklappt hat«, bilanzierte Koch am Sonntag die insgesamt 33. Auflage, die am Mittwoch in Gießen gestartet war.

Nach dem Auftakt rollte die Tour von Donnerstag bis Samstag durch Nordwestdeutschland mit Stationen in Bremen, Jever und Oldenburg; eine Ecke Deutschlands, die von der TdH bislang ausgespart geblieben war. Dabei knauserte der hohe Norden leider mit Sonne und versprühte häufig Nieselregen. Bei der Fahrt durch Bremen führte dies gegen Ende der Etappe am Donnerstag, bedingt durch die nasse Fahrbahn und Straßenbahngleise, zu einigen Stürzen. Der frühere ARD-Radsportreporter Herbert Watterott (75) brach sie ein Schlüsselbein und musste operiert werden. »Wir haben ihn im Krankenhaus in Oldenburg besucht. Es geht ihm gut«, sagte Koch. Auch am Freitag und Samstag habe der Norden der TdH eher seine trübe Seite gezeigt.

Gleichwohl kam es an den drei Tagen zu tollen Empfängen. Koch: »Highlights waren sicher der Empfang auf dem Stadtfest in Jever und zum Schluss in der Kinderklinik in Oldenburg.« Gerade bei der Einfahrt in das Oldenburger Klinikum sei von der Sportlichen Leitung eine große Last abgefallen. »Wir waren ziemlich aufgeregt, als wir am Mittwochmorgen auf dem Hof der Stadtwerke standen und auf den Start gewartet haben«, bekannte Mathias Rinn. Insofern sei man »sehr zufrieden« mit dem Verlauf der Premiere und vor allem dem in dieser Höhe unerwarteten Spendenergebnis.

Die größte Einzelspende kam wie im vergangenen Jahr von der Vortour der TdH durch Rheinland-Pfalz. Die Mannen um Tour-Sprecher Jürgen Grünwald steuerten sage und schreibe 428 000 Euro zum Gesamtergebnis bei. Aber auch die rund 350 000 Euro, die am Mittwoch beim Prolog in Gießen gesammelt wurden, können sich sehen lassen. In diesem Zusammenhang dankten Koch und Rinn einigen treuen Unterstützern und Spendern wie der Wäscherei Pauli, dem Malergeschäft Häuser/Rühl (beide Annerod) und Immobilienkaufmann Claus Rüdiger Menges, bei denen die Tour wegen des engen Zeitplans keinen Halt eingelegt hatte. »Wir wollen beim Prolog auch künftig etwas rotieren, damit jeder Unterstützer auch einen Stopp kriegt«, erläuterte Koch.

Nichts wird sich laut Rinn an der Spendenübergabe an die begünstigten Kliniken, Forschungslabors und Elternvereine ändern. Sie findet auch 2016 am 1. Advent wieder in Gießen statt. Während die Unistadt also Dreh- und Angelpunkt der TdH bleibt, geht’s nach dem Prolog in Gießen im kommenden August Richtung Osten. »Rund um Berlin« lautet drei Tag lang das Motto.

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