21. August 2008, 19:34 Uhr

Stadt nimmt die dritte Lahnbrücke in Angriff

Gießen (mö). Zur Landesgartenschau im Jahr 2014 soll eine Uraltplanung umgesetzt werden, nämlich eine Rad- und Fußwegebrücke zwischen der Sudetenlandstraße und der Weststadt. Die Planungskosten von 20000 Euro wurden soeben im parlamtarischen Finanzausschuss freigegeben.
21. August 2008, 19:34 Uhr
Modell der dritten Lahnbrücke von Studierenden der Weimarer Bauhaus-Universität. (Fotos: Schepp)

Gießen (mö). Die Idee ist bald jahrzehntealt, aber konkret angepackt hat die städtische Politik das Projekt aus Kostengründen noch nie richtig. Das hat sich jetzt im Zusammenhang mit den Vorbereitungen zur Landesgartenschau im Jahr 2014 geändert. Am Montagabend bewilligte der parlamentarische Finanzausschuss eine außerplanmäßige Ausgabe für die Planung der Rad- und Fußwegebrücke zwischen der Sudetenlandstraße und der Weststadt. 20 000 Euro werden für die Planung des dritten Lahnübergangs zunächst zur Verfügung gestellt. Dass es überhaupt eine Haushaltsstelle gibt, ist den Freien Wählern zu verdanken, die während ihrer Regierungsbeteiligung vor Jahren einen Platzhalter im Stadtetat durchgesetzt hatten.

Die für den Bau notwendigen Ufergrundstücke befinden sich mittlerweile größtenteils in kommunaler Hand und waren in den vergangenen Jahren vorsorglich von der Stadt angekauft worden. Der Steg soll in Verlängerung der Sudetenlandstraße, unmittelbar hinter der Eisenbahnbrücke, über den Fluss geführt werden und damit direkt auf den Uferweg stoßen. Modelle, wie eine Fuß- und Radbrücke über die Lahn aussehen könnte, gibt es schon. Sie waren im Rahmen eines Semesterprojekts am Lehrstuhl Entwerfen und Tragwerkskonstruktion der Bauhaus-Universität Weimar im vergangenen Jahr entstanden und im Nordstadtzentrum ausgestellt worden.

Planungsdezernent Thomas Rausch sagte der AZ auf Anfrage, dass es noch keine konkrete Vorstellung gibt, wie die Brücke aussehen soll. »Klar ist, dass es eine freitragende Konstruktion sein muss. Wir werden bestimmt keine Pfeiler in die Lahn rammen.« Was auch für den Bootsverkehr ziemlich hinderlich wäre. Daher geht Rausch auch davon aus, dass die Brücke so gewölbt sein wird, dass eine Durchfahrt der »weißen Flotte« des Marinevereins weiter möglich sein wird. Rausch wies zudem darauf hin, dass auch Rampen und Wege, die zur Brücke hinabführen werden, ihren Platz brauchen werden.

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