09. September 2018, 19:26 Uhr

Performance, Theater, Malerei

09. September 2018, 19:26 Uhr
LWG
Multimediale Kunst im Kellergewölbe. (Foto: lwg)

Das Gelände mit dem malerischen Innenhof und den ehemaligen Brauereikellern des Unteren Hardthofs war am Wochenende zum neunten Mal die Bühne eines zweitägigen Open-Air-Fests. Der Trägerverein präsentierte beim Kunst- und Kulturfest »Hardthof/ARThof« regionale und überregionale Acts aus allen Gattungen der darstellenden und bildenden Künste.

Das Programm startete am Samstag mit dem von Claudia Jirka geleiteten Kinder- und Jugendtheater. Ein weiteres Angebot für junge Besucher bot die Kinder-Malaktion. Während in der Galerie und den anderen Veranstaltungsorten die Künstler auftraten, forderte auf dem Hofgelände Carlos Franke mit seiner »Wohlstand«-Performance das Publikum immer wieder zum mitwirken auf. Auch Norbert Umsonst wanderte mit seiner »Box« und überraschte Gäste mit plötzlichem Vorlesen eigener Poesie.

In den Kellergewölben konnte man Lichtinstallationen und Performances sehen. Eine Vanessa Wagner geleitete multimediale Gruppenperformance befasste sich mit dem Chaos des Alltags. Wagner erzählte, dass sie von Geräuschen des Alltags fasziniert sei und diese einbaue – etwa mit einem Staubsauger oder einem Rührgerät. In der Galerie konnten großformatige Malereien und Zeichnungen von Andreas Rück und Rainer Lather angeschaut werden, deren Ausstellung bereits am 24. August öffnete.

Entdecken, was uns verbindet

In den Jahren zuvor ließ der Verein Singer-Songwriter im malerischen Innenhof auftreten, doch dieses Mal spielte die junge Gießener Elektropunkband »Pornröschen« Eigenkompositionen mit deutschem Text. Weitere Aufführungen folgten von der Jazzformation »BerNis TUN ES«, der Rockjazzband »Captain Overdrive«. Für das leibliche Wohl sorgte unter anderem das »Gutburgerlich« mit Burger-Varianten. Am Abend gab es außerdem reichlich Möglichkeiten zum ausgelassenen Tanzen und anregenden Gesprächen.

Der Sonntag widmete sich dem Motto »Entdecken, was uns verbindet«. Zum »Tag des offenen Denkmals« gab es Führungen über den Unteren Hardthof, die über die Entstehung und Geschichte der damaligen Brauerei Georg Bichlers aufklärten. Das Butzbacher Jazz-Duo »The Smart-groove Project« bot ab 11 Uhr Soul-Jazz. Zeitgleich las Rutger Emm »schräge Prosa« aus seinem Buch »ich bat den einbrecher zu bleiben«, das demnächst erscheint.

Das Kunstfest »Hardthof/ARThof« findet alle zwei Jahre statt. Ziel des Trägervereins ist die Pflege, Förderung und Vermittlung zeitgenössischer Kultur- und Kunstproduktion. Auch in diesem Jahr setzte der Trägerverein Unterer Hardthof auf eine öffentliche Ausschreibung zur Programmgestaltung. Wie der stellvertretende Vorsitzende Dieter Hoffmeister erklärte, habe man zwar auch direkt Künstlergruppen und die Theaterwissenschaften angefragt, aber »keinen regionalen Anspruch«. »Wir haben einfach geschaut, was passt zusammen und zeigen auch immer mal was Neues«, sagte Hoffmeister, der eine eigene Installation in den Kellergewölben zeigte. Insgesamt stellten 17 zeitgenössische Künstler aus.

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