28. Dezember 2012, 18:08 Uhr

Nächste Generation am Mikro: Angelo Kelly in Kongresshalle

Es war fast wie früher: Der jüngste Spross der Kelly Familie kommt mit seiner eigenen Familie zu einem verspäteten Weihnachtskonzert nach Gießen.
28. Dezember 2012, 18:08 Uhr
Angelo Kelly bringt nicht nur seine Familie, sondern neben den Weihnachtsliedern auch eigene Stücke mit nach Gießen. (Foto: pv)

Es war fast wie früher. Nicht wie in den 90er Jahren, als die Kelly Family große Hallen füllte, sondern eher so, wie es noch früher war, als die Familie durchs Land tingelte, um vor kleinem Publikum zu singen, die meisten Mitglieder noch Kinder, höchstens Teenager, die langen Haare brav zusammengebunden, in Weste oder Kleidchen. An diese Zeit fühlten sich die Zuschauer am Donnerstagabend in der Kongresshalle erinnert, als Angelo Kelly, jüngster Spross der Kelly Family, mit seinem Nachwuchs auf der Bühne stand. »Off Road – The Christmas Show« heißt das Programm, mit dem Angelo Kelly mit seiner Familie derzeit tourt. Und so wurde es dann auch kurz nach Weihnachten noch einmal richtig feierlich. Neben eigenen Songs spielte die Familie Weihnachtslieder wie »Oh holy night«, »Jingle bells« oder »Little drummer boy«. Im Duett mit seiner Frau Kira sang Angelo Kelly »It’s cold outside«, die Kinder gaben eine rührende Version von »Leise rieselt der Schnee«. Im Hintergrund brannte der Kamin, den Weihnachtsbaum zierte eine selbst gemachte Popcorn-Girlande, und warmes Licht tauchte den Saal in festliche Stimmung. Beinahe hatte man den Eindruck, der Familie beim gemeinsamen Musizieren an Heiligabend zuzusehen.

Angelo, der selbst schon als Knirps auf der Bühne stand, ließ seine Kinder ihre Lieblingslieder vortragen. Die zehnjährige Helen schmetterte »Sailing«, Sohn Gabriël (elf Jahre) eröffnete »Danny Boy«, Emma, acht Jahre alt, wurde von ihrem Vater als »weltbeste Tamburinspielerin« vorgestellt. Die größten Entertainerqualitäten stellte aber der kleine Joseph unter Beweis. Wenn Mutter Kira den Zweijährigen losließ, winkte er ins Publikum, krähte ins Mikrofon, saß mit dicken Kopfhörern stolz hinter dem Schlagzeug und ist »verantwortlich für das tägliche Chaos«.

Angelo Kelly erzählte zwischen den Stücken von Weihnachtsfesten, die er auf dem Hausboot der Familie in Köln verbracht hat, und von den Jahren, in denen er erst kurz vor der Bescherung nach Hause kam, weil er auf Konzertreise war. Deshalb lebt die Familie seit drei Jahren im Wohnwagen und tritt zusammen auf. »Das Wichtigste, was wir uns dadurch ermöglicht haben, ist die gemeinsame Zeit«, sagte der Sänger. Während auf der Bühne die nächste Generation der Kelly Family sang, lauschte im Publikum die nächste Generation Fans. Denn viele Anhänger von damals hatten ihre eigenen Kinder mitgebracht und wer weiß: Vielleicht sind die gemütlichen Konzerte mit Wohnzimmeratmosphäre auch für die Familie von Angelo Kelly erst der Anfang. kan

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