06. November 2013, 14:18 Uhr

Museumsgesellschaft gegründet

Kulturinteressierte, die sich beruflich oder privat mit dem Oberhessischen Museum eng verbunden fühlen, haben die Museumsgesellschaft Gießen als Verein gegründet.
06. November 2013, 14:18 Uhr
Sie stehen als Vorsitzende an der Spitze der neuen Museumsgesellschaft: 1. Vorsitzender Kay-Hermann Hörster und seine Stellvertreterin Christiane Weber. (Foto: gl)

Dass die Gießener mit dem Oberhessischen Museum und seinen drei Häusern – dem Alten Schloss, dem Wallenfels’schen Haus und dem Leib’schen Haus – einen wahren Schatz vor Ort haben, ist nicht allen Bürgern präsent. Und dabei zeigt das Oberhessische Museum als eine der ältesten Kultureinrichtungen der Stadt die kunst- und kulturhistorischen Sammlungen Gießens und spannt mit seinen weit mehr als 10 000 Objekten einen Bogen von der Steinzeit bis in die Gegenwart. Dies gilt es zu unterstützen – ideell wie finanziell. Aus diesem Grund haben Kulturinteressierte, die sich beruflich oder privat mit dem Museum eng verbunden fühlen, die Museumsgesellschaft Gießen als Verein zur Förderung des Oberhessischen Museums gegründet. Im September war Gründungsversammlung mit damals noch zwölf Mitgliedern. Der Verein wächst stetig, sogar drei im Ausland lebende Mitglieder wurden bereits aufgenommen. Und auch die beiden Vorsitzenden sind schon gewählt: Kay-Hermann Hörster ist erster, Christiane Weber zweite Vorsitzende. Die beiden Kunsthistoriker stellten nun die Grundidee des Fördervereins der Presse vor.

»Wir möchten die Menschen ins Museum holen«, betont Hörster, der schon seit einigen Jahren immer wieder projektbezogen für das Haus im Einsatz ist. So wie er denken auch die Mitglieder der neuen Museumsgesellschaft. Angesichts der finanziell angespannten Lage der Stadt und der gesellschaftlichen Veränderungen, die es nicht gerade leichter machen, die Menschen für Kultur zu begeistern, wollen die Fördervereinsmitglieder mit Rat und Tat, aber auch mit dem Sammeln von Spenden und Werbung Unterstützung bieten. Als Verein fördert die Museumsgesellschaft laut Satzung den Erhalt, die wissenschaftliche Aufarbeitung und die Präsentation der Sammlungen sowie die professionelle Kulturvermittlung. Man will das Oberhessische Museum als einen »offenen für alle zugänglichen Ort des kulturellen Lernens, Erlebens und Austauschs bewahren«. Die meisten der Vereinsmitglieder sind übrigens jüngere Menschen in den Zwanzigern mit engen Verbindungen zum Kulturleben der Stadt, die das Museum beispielsweise durch Studienpraktika kennen- und schätzengelernt haben.

Angedacht ist auch die Förderung von einzelnen Projekten. Das reicht von dem derzeit laufenden Projekt einer Gustav-Bock-Ausstellung (wir berichteten) bis hin zu Führungen auch für spezielle Gruppen: Seniorenheimbewohner, Migranten, Schüler und so weiter. Aber auch für Anschaffungen, etwa von Ausstellungsequipment, will man Gelder sammeln. Und: »Wir würden gerne kommen, wenn wir gerufen werden«, unterstreicht Hörster die Bereitschaft, im Bedarfsfall beratend zur Seite zu stehen. Man fühle sich dem Oberhessischen Museum verbunden und wolle Unterstützung bieten.

Noch sind keine konkreten Veranstaltungen spruchreif. Der Verein kündigt jedoch eine erste Veranstaltung in der Weihnachtszeit an. Wer sich informieren will, kann dies auf www.museumsgesellschaft-giessen.de tun. Dort finden sich auch Kontaktdaten für jene, die Mitglied werden wollen. Eine Jahresmitgliedschaft kostet für Einzelpersonen 45, für Lebensgemeinschaften/Familien 70, für Studenten, Schüler, Auszubildende und Rentner 20 und für Bezieher von ALG II und Sozialhilfe 10 Euro. Firmen und Institutionen können für 100 Euro im Jahr Mitglied werden – höhere Beiträge sind willkommen. Aktuell liegen zudem zahlreiche Flyer in der Stadt aus, die für die Gießener Museumsgesellschaft werben. gl

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