08. August 2008, 19:42 Uhr

Krankenhäuser: »Balserisches« und »St. Josef« gehen zusammen

Gießen (if). Eine weitere entscheidende Veränderung der heimischen Krankenhauslandschaft ist in Gang gekommen: Das Krankenhaus Balserische Stiftung, Gießens ältestes und traditionsreichstes Haus in der Wilhelmstraße, und das in der Liebigstraße eng benachbarte, über 100-jährige St. Josefs-Krankenhaus Gießen werden gemeinsam in die Zukunft gehen.
08. August 2008, 19:42 Uhr
Baulich hat die Zukunft des St. Josefs Krankenhauses längst begonnen, jetzt sollen ab 2010 auch betriebswirtschaftliche Weichen gestellt werden. (Foto: Schepp)

Gießen (if). Vor kurzem wurde bekanntlich das bisherige Evangelische Krankenhaus des »Vereins für Kranken-, Alten und Kinderpflege zu Gießen« als »Evangelisches Krankenhaus Mittelhessen GmbH« in den Krankenhausbetreiber »Gemeinnützige Aktiengesellschaft Agaplesion« eingegliedert. Nun ist eine weitere, entscheidende Veränderung der heimischen Krankenhauslandschaft in Gang gekommen: Das Krankenhaus Balserische Stiftung, Gießens ältestes und traditionsreichstes Haus in der Wilhelmstraße, und das in der Liebigstraße eng benachbarte, über 100-jährige St. Josefs-Krankenhaus Gießen werden künftig gemeinsam in die Zukunft gehen.

Das besagt eine offizielle Absichtserklärung, die dieser Tage für die Trägergesellschaft des St. Josefskrankenhauses von Schwester Maria Petra Beck - Provinzoberin der Schwestern vom Göttlichen Erlöser (Niederbronner Schwestern) und deren Geschäftsführer Jörg Rudolf Lanig - sowie den Vorständen der Balserischen Stiftung - Professor Fritz Lampert und Rechtsanwalt Jürgen Adolphs - unterzeichnet wurde.

Mit dem Zusammenschluss zu einem einheitlichen Krankenhausbetrieb ab 2010, so heißt es in gleichlautenden Schreiben der Geschäftsführer Peter Horst und Andreas Leipert an die jeweiligen Mitarbeiter, werde die seit vielen Jahren auf einer Reihe von Ebenen bereits bestehende enge Beziehung gestärkt und ausgebaut und zugleich an einem zentralen und attraktiven Standort Gießens künftig das gesamte Spektrum eines Akutkrankenhauses mit insgesamt 240 Betten geboten. Betriebsbedingte Kündigungen im Zuge des Zusammenschlusses werden von den Beteiligten mit dem Argument, beide Häuser verzeichneten steigende Leistungszahlen nachdrücklich ausgeschlossen.

Ihre wirtschaftliche Stabilität, so heißt es, befähige »Balserisches« und St. Josefs-Krankenhaus dazu, die Zusammenführung ohne zeitlichen Druck abzuwickeln. Ein eigens zur Formulierung eines Entwicklungskonzeptes mit je vier Vertretern beider Träger besetzter Beirat soll in Kürze erstmals zusammentreten. Damit werde auch die Weiterentwicklung der Fachabteilungsstrukturen ermöglicht, die sich konkurrenzlos bereits jetzt in einzigartiger Weise ergänzten: von Seiten des St. Josefs-Krankenhauses mit Allgemein-und Bauchchirurgie, Unfallchirurgie und Endoprothetik, Gynäkologie und Geburtshilfe, Geriatrie und Hals-Nasen-Ohrenheilkunde - seitens des Krankenhauses Balserische Stiftung mit Innerer Medizin und Orthopädie.

Die bisherigen und die aktuellen Baumaßnahmen am St. Josefs-Krankenhaus passen in die jetzt anlaufenden Planungen: Im neuen »Gesundheitszentrum Martinshof«, das neuerdings an der Ecke Liebigstraße das Bild der Frankfurter Straße dominiert, werden in Kürze Allgemein-und Facharztpraxen sowie weitere Gesundheitsdienstleister ein attraktives ambulantes Zentrum beziehen können, das die am Krankenhaus Balserische Stiftung in der Wilhelmstraße seit langem etablierten Praxen ergänzt.

Noch in diesem Jahr wird genau gegenüber auf dem Gelände des St.Josefs-Krankenhauses direkt an und mit Zugang von der Wilhelmstraße die im Juni in Angriff genommene neue Tiefgarage mit 90 Stellplätzen verfügbar sein, um die chronische Parkplatznot und den Park-Suchverkehr in der Liebigstraße zu lindern. Auf demselben Areal, dem früheren Krankenhausgarten, können dann ab März kommenden Jahres die Bauarbeiten für den neuen Haupteingang des St. Josefs-Krankenhauses mit Empfang und Cafeteria beginnen.

Mit diesem neuen Haupteingang an der Wilhelmstraße bekommt das Krankenhaus zugleich ein neues, dem Partner vis-a-vis deutlich zugewandtes Gesicht.

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