29. April 2010, 20:28 Uhr

Klares Votum für Erhalt der Ringabfahrt zur B 49

Gießen (mö). Im Streit um die künftige Planung von Anschlussstellen auf der Osttagente des Gießener Rings (A 485) kann die Stadt Gießen auf die Unterstützung der Regionalversammlung Mittelhessen zählen. Mit einem einstimmigen Votum hat sich deren Ausschuss für Regionalentwicklung, Infrastruktur, Wirtschaft und Beschäftigung hinter einen Antrag Gießens gestellt, wonach die seit Jahren geplante Ringauffahrt in Richtung Süden von der Grünberger Straße/B 49 Aufnahme im fortgeschriebenen Regionalplan finden soll.
29. April 2010, 20:28 Uhr

Mit dem Votum stellte sich der Ausschuss gegen die Auffassung des Landesamtes für Straßen- und Verkehrswesen und eine entsprechende Empfehlung der Abteilung Regionalplanung beim Gießener Regierungspräsidium. Beide Behörden drängen zudem auf eine Schließung der bestehenden Behelfsabfahrt zur B 49.

Gießens Verkehrsdezernent Thomas Rausch (CDU), der dem Ausschuss selbst angehört, bezeichnete die zusätzliche Auf- und bestehende Abfahrt von und zur B 49 als »essentiell« für die Stadt Gießen, die sich bereits Flächen zum Bau einer Rampenauffahrt in Fahrtrichtung Süden gesichert habe. Das Landesamt habe einfach eine zehn Jahre alte Stellungnahme nochmals vorgelegt. Ferner sieht sich die Stadt Gießen nach den Worten Rauschs vom Land Hessen mit der Entscheidung konfrontiert, dass die seit vielen Jahren von den Kommunen Linden und Gießen gewünschte Anschlussstelle Oberhof nicht kommen wird. FDP-Verkehrsminister Dieter Posch habe ein entsprechendes Schreiben an die Stadt Gießen persönlich unterschrieben, berichtete Rausch. Angeblich störe eine weitere Anschlusstelle den Verkehrsfluss auf der A 485, gab Rausch den Minister wieder und sagte: »Die wollen hier noch Fernverkehr haben.«

SPD-Ausschussmitglied Volker Thomas unterstützte Rausch. Der Gießener Ring sei speziell im Bereich der A 485 keine klassische Fernstraße, »sondern für Gießen die wesentliche Ortsumgehung«. Daher bedürfe es auch einer entsprechenden Zahl von Auf- und Abfahrten.

Die Landesbehörde und die RP-Fachplaner sehen das - mit Blick auf das Thema B 49 - anders. Die Behelfsausfahrt zur Grünberger Straße sei zu einer Zeit entstanden, als der Gießener Ring dort endete. Mit dem Weiterbau sei am Ursulum dann ein Vollanschluss entstanden, von dem man zur B 49 gelangen könne. Offengehalten worden sei die Abfahrt vor Jahrzehnten nur, weil dies die in Gießen stationierte US-Armee verlangt habe. Jetzt sei es an der Zeit, die Abfahrt zu schließen, weil die »Richtlinie für die Anlage von Autobahnen« mittlerweile noch verschärft worden sei. Denn die Leistungsfähigkeit und Verkehrssicherheit von Bundesfernstraßen würden durch dicht aufeinanderfolgende Anschlussstellen »stark beeinträchtigt«, heißt es in der Empfehlung der RP-Fachplaner, die aber keine Mehrheit fand. Die von der Stadt Gießen gewünschte Zufahrt von der Grünberger Straße auf den »Ring« bezeichnete RP-Planerin Simone Philippi in der Sitzung als »aus technischen Gründen nicht genehmigungsfähig«.

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