07. Oktober 2018, 20:56 Uhr

Kinder verbringen Ferien im »wilden Westen

07. Oktober 2018, 20:56 Uhr
Xylophonbau im »Alten Gebiet«. (Foto: rha)

»Hier geht’s lang«, sagt Geti und zeigt auf einen schmalen Pfad durchs Gestrüpp. »Und hier ist auch das erste Gesicht«, sagt sie und deutet auf einen Baumstamm, von dem ein mit Lehm angeklebtes Gesicht aus Hagebutten grinst. Von Gesicht zu Gesicht wandert die Siebenjährige zwischen den Bäumen entlang. Dabei war der Naturerfahrungsraum »Altes Gebiet« in der Weststadt bis vor einer Woche noch völlig zugewuchert. Bei einem Ferienprojekt des Diakonischen Werks unter dem Motto »Wir im wilden Westen« gestalteten Kinder und Jugendliche die Grünanlage jetzt so um, dass dort wieder gespielt werden kann.

Etwa 15 bis 20 Kinder und Jugendliche aus dem Schüler- und Jugendclub der Gemeinwesenarbeit und dem Jugendtreff Holzpalast, Einrichtungen der Diakonie, arbeiteten sich die erste Ferienwoche durch Dornen und Geäst, um wieder Rückzugsmöglichkeiten und Räume für Abenteuer zu schaffen. »In den letzten Jahren haben wir immer wieder an der Mountainbike-Strecke gearbeitet«, sagt Carolin Redmer vom Schülerclub. »Dieses Mal haben wir uns auf das Gebiet dahinter konzentriert.«

Vor dem Projekt hatten die Gruppen das Gelände schon vom Müll befreit. In einem Wettbewerb versuchten die Kinder und Jugendlichen, möglichst viel Abfall zu sammeln und holten 430 Kilo Müll aus dem Gehölz. Außerdem trafen sie sich mit der Geographin und Jugendbildungsreferentin Mechthild Sörries von der Naturschutzjugend Hessen, um etwas über Ökologie, Flora und Fauna des Geländes zu lernen.

Am letzten Tag präsentieren sie stolz, was sie daraus gemacht haben: Ein Teil der Gruppe hat ein großes Xylophon aus Holz gebaut, das zum Spielen einlädt. Dahinter haben die Kinder mit Helfern der Jugendwerkstatt und der IJB Gießen einige Wege freigeschnitten und mit Rindenmulch aufgefüllt. Einige der neuen Wege führen zu Weidenhütten und Sitzgelegenheiten. Ein anderer Pfad verbindet das Gelände direkt mit der Mountainbike-Strecke.

Dorthin führen auch Geti und ihre Freundin Julina, um weitere Herbstgesichter und einen Regenbogen aus buntem Laub zu präsentieren, den sie dort zusammen mit der Kunstpädagogin Jenny Peters arrangiert haben. Während einige Jungen noch letzte Äste wegschneiden und dornige Zweige zur Seite räumen, machen sich Geti und Julina daran, die Weidenhütten weiter zu gestalten. Nächste Woche wollen sie dann zum Spielen wiederkommen.

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