16. Dezember 2018, 20:17 Uhr

JLU will Gartenschläfer vor dem Aussterben retten

16. Dezember 2018, 20:17 Uhr
Der Bestand des Gartenschläfers geht zurück – warum, ist unklar. (Foto: pm)

Wie kann man den Gartenschläfer vor dem Aussterben retten? Mit dieser Frage beschäftigen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Justus-Liebig-Universität gemeinsam mit der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung und dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland. Der Gartenschläfer ist ein nachtaktives Nagetier, das zu den Schlafmäusen zählt. Er hat in den vergangenen Jahrzehnten einen großen Teil seines Verbreitungsgebietes in Europa verloren, in einigen Regionen ist er bereits ausgestorben. Gefördert wird das Projekt im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums. Die JLU erhält für sechs Jahre rund 900 000 Euro, die Gesamtfördersumme für das Projekt beträgt 4,3 Millionen Euro.

Deutschland hat für den Gartenschläfer eine besondere Verantwortung, weil ein großer Teil des Weltbestandes hier lebt. Die Gründe für den Rückgang sind genauso wenig bekannt wie viele Details zu seiner Biologie. Mögliche Ursachen sind genetische Verarmung, Krankheiten oder Einflüsse der Klimaveränderung. Dies soll nun im Rahmen des Projekts erforscht werden. Beteiligt von Seiten der JLU ist ein Wissenschaftlerteam der Klinik für Vögel, Reptilien, Amphibien und Fische und des Arbeitskreises Wildbiologie unter der Leitung des Biologen Johannes Lang.

Dem Gartenschläfer soll auch sofort geholfen werden. Dazu werden Informationen für Gartenbesitzer entwickelt und Wildtier-Auffangstationen kontaktiert.

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