25. Juli 2018, 21:53 Uhr

JLU startet Projekt Campusschule

25. Juli 2018, 21:53 Uhr

Zur Steigerung der Qualität in der Lehrerbildung startet die Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) eine besondere Kooperation mit ausgewählten Schulen in der Region – den sogenannten Campusschulen – und will damit in der Zusammenarbeit neue Impulse setzen. Das zunächst auf drei Jahre angelegte Pilotprojekt der Gießener Offensive Lehrerbildung (GOL) dient der Vernetzung von wissenschaftlicher und schulischer Praxis. Die ersten Campusschulen sind die Clemens-Brentano-Europaschule mit den beiden Standorten Lollar und Allendorf/Lda., die Brüder-Grimm-Schule Kleinlinden sowie die Gudrun-Pausewang-Schule in Maar. Am Mittwoch wurden die Verträge über die Kooperation an der JLU unterzeichnet.

»Mit dem Vertrag schlagen wir ein wichtiges Kapitel in der Gießener Lehrerbildung auf«, sagte JLU-Vizepräsidentin Prof. Dr. Verena Dolle. »Die Intensivierung der Zusammenarbeit mit den Schulen wird sowohl die Entwicklung der Schule als auch die Aus- und Fortbildung für Lehrkräfte voranbringen. Vor allem werden die Schüler davon profitieren.« Perspektivisch sollen weitere Schulen in den Kreis der Campusschulen aufgenommen werden.

Professionalität stärken

In der Zusammenarbeit zwischen den Campusschulen und der JLU sollen Projekte der Schul- und Unterrichtsentwicklung konzipiert, pilotiert und evaluiert werden. Ausgangspunkt gemeinsamer Projekte sind spezifische Fragen an die Schule, den Unterricht, die Bildung und das Lernen, wie sie durch die Digitalisierung der Kommunikation oder durch eine zunehmende Heterogenität in der Schülerschaft aufgeworfen werden. Die Projekte sollen damit Antworten auf unterrichtspraktische Fragestellungen liefern und den Aufbau von Kompetenzen unterstützen, die für die Schul- und Unterrichtsentwicklung notwendig sind.

Durch forschungsorientierte Anteile wird Reflexivität in allen Phasen der Lehrerbildung gestärkt. Damit geht die Zusammenarbeit über bisherige singuläre Kooperationsanlässe und Abstimmungen im Rahmen von Schul- und Fachpraktika oder der Fort- und Weiterbildung hinaus. Dabei geht die JLU davon aus, dass langfristige Kooperationen stets mit einem erheblichen Mehrwert verbunden sind – für die Campusschulen, für die JLU und durch Multiplikation für andere Akteure in bestehenden Netzwerken. Die Pilotphase wird durch das Staatliche Schulamt unterstützt. »Wir erhoffen uns vom Projekt Campusschule, dass das dort generierte Wissen einem nachhaltigen Erkenntnisgewinn dient und die Professionalisierung der Lehrkräfte stärkt, die sich über das gesamte Berufsleben hinweg erstreckt«, sagte Prof. Dr. Jochen Wissinger aus der Steuerungsgruppe.

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