22. März 2013, 22:38 Uhr

Harlem-Shake: Tanzende formieren großes »T«

Gießen (jri). »Rückt alle noch ein Stück nach rechts, das sieht von hier oben noch nicht schön aus.« Das Kommando kommt um 16.55 Uhr von der Spitze des Kirchenturms, wo ein Kameramann postiert ist. Er will filmen, wie rund 300 junge Leute den »Harlem Shake« tanzen.
22. März 2013, 22:38 Uhr
Beim Harlem-Shake auf dem Kirchenplatz zielten die Organisatioren diesmal nicht nur auf viele Teilnehmer, sondern auch auf eine optisch schöne Formation ab. (Foto: Schepp)

Bei diesem Tanz werden die Schultern rhythmisch zurückgerissen und Stoßbewegungen mit der Hüfte ausgeführt.

Im Gegensatz zu einer ähnlichen Massentanz-Aktion, die vor einer Woche im Seltersweg stattfand, kommt es den Organisatorinnen – zwei Studentinnen und eine Schülerin – diesmal jedoch nicht allein auf die Menge an Mitmachenden an, sondern auch auf eine optisch schöne Formation. In der Form eines auf dem Kopf stehenden großen »T« sollen die Tanzenden auf dem Kirchenplatz stehen.

Die Zeit drängt: Um 17 Uhr müssen die 1600 Watt starken Boxen wieder abgebaut sein, sonst schreitet das Ordnungsamt ein. Als die jungen Teilnehmer einigermaßen richtig postiert sind, ertönt der »Harlem Shake«-Song mit Elementen der Musikrichtungen Hip-Hop und Trap aus den Boxen, von denen aber offenbar einige ausgefallen sind, denn der Sound ist schwach. Trotzdem geben die Tanzenden für gut 60 Sekunden ihr Bestes, tanzen, zappeln, zucken, manche kostümiert, mit Affenmaske, Motorradhelm, weißer Strumpfhose oder Bart-Simpson-Maske auf dem Kopf.

Dann ist der Spuk plötzlich vorbei, die Menge löst sich schnell wieder auf. Richtig zufrieden sind die drei Organisatorinnen mit dem Ergebnis aber nicht, zumal sie auf 1000 Teilnehmer gehofft hatten. Laut ihren Aussagen dient die Aktion in erster Linie zwar dem Spaß, doch sie wollen das Tanz-Video auch auf »Youtube« im Internet veröffentlichen und hoffen, dass es zahlreich geklickt wird. Das aus den »Klicks« indirekt resultierende Geld wollen sie dann an die Uni-Kinderklinik spenden.

PS: Zwar haben sich gegenüber der Gießener Allgemeinen Zeitung zwei Studentinnen und eine Schülerin als Organisatorinnen des Harlem Shake am Kirchenplatz bezeichnet, doch der direkt Verantwortliche für die Aktion ist der Student Sercivan Ungan, der beim Gießener Ordnungsamt eine Sondernutzungserlaubnis für die Veranstaltung beantragt und auch bekommen hat. Ein entsprechender Nachweis liegt der Reaktion inzwischen vor.

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