20. April 2012, 15:58 Uhr

Hans-Jürgen Linke erhält Preis als deutscher Jazzjournalist

Den erstmals vergebenen Preis für deutschen Jazzjournalismus hat der Gießener Journalist Hans-Jürgen Linke am Freitag auf der Messe jazzahead! in Bremen erhalten.
20. April 2012, 15:58 Uhr
Hans-Jürgen Linke, hier in der Frankfurter Alten Oper porträtiert, hat sich um die journalistische Würdigung des Jazz verdient gemacht. (Foto: S. Schramm)

Idee und Ziel der Verleihung ist es, inhaltlich und sprachlich kompetenten Jazzjournalismus zu würdigen und zu fördern. Eine dreiköpfige Jury hat über den Preisträger entschieden: der Spiegel-Journalist Hans Hielscher, der Redakteur Roland Spiegel vom Bayerischen Rundfunk sowie der Jazzmusiker Dieter Ilg. Das Preisgeld von 5000 Euro hat die Dr. E. A. Langner-Stiftung zur Verfügung gestellt.

Uli Beckerhoff aus dem künstlerischen Leitungsteam der jazzahead! kommentiert in einer Pressemitteilung die Entscheidung für die Preisvergabe aus unterschiedlichen Blickwinkeln. »Jazzmusik findet in Deutschland auf Weltklasse-Niveau statt, ist in der nationalen Kulturlandschaft jedoch nicht so präsent wie er sein sollte angesichts seiner hohen Qualität und der Anerkennung, die er inzwischen im Ausland erfährt. Dies spiegelt sich in der marginalen Berichterstattung in den deutschen Medien wider«, so Beckerhoff. Mit dem Preis wolle die jazzahead! gezielt dazu beitragen, aktuelle improvisierte Musik wieder in den Fokus der Kulturjournalisten zu rücken. Außerdem, so betont der bekannte Jazztrompeter, solle die Auszeichnung den journalistischen Nachwuchs zum Schreiben für und über Jazzmusik anregen: »Wir erhoffen uns langfristig eine neue Regelmäßigkeit und ›Re-Professionalisierung» der Berichterstattung auf einem Niveau, das der hohen musikalischen Qualität und kulturellen Bedeutung dieser Musik gerecht wird.«

Preisträger Hans-Jürgen Linke lebt als freier Journalist in Gießen. Bis 1993 war er Kulturredakteur beim Gießener Anzeiger, danach Musikredakteur der Frankfurter Rundschau.

Die schon zum siebten Mal veranstaltete jazzahead! ist nicht nur eine viertägige Messe sondern der wichtigste Treffpunkt für die internationale Jazzszene. Als Fachveranstaltung mit aktuell mehr als 375 Ausstellern aus 30 Nationen hat sie sich bei den Branchenvertretern etabliert. Sie bietet Agenturen, Labels, Künstlern, Medienvertretern, Produzenten und Veranstaltern die Möglichkeit, untereinander Kontakte zu knüpfen. Mehr als 65 Konzerte namhafter Jazzmusiker und Showcases gibt es im Rahmen der aktuellen Messe in Bremen zu hören. gl

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