11. Juli 2018, 11:00 Uhr

Mein Lieblingsplatz

Grünes Paradies in der Wilhelmstraße

Ingrid Miebach-Koch und Friedhelm Miebach haben von ihrer Wohnung aus einen herrlichen Blick. Auch Singvögel spielen hier eine Rolle.
11. Juli 2018, 11:00 Uhr
Lesestunde auf dem Balkon: Ingrid Miebach-Koch und Friedhelm Miebach. (Foto: Schepp)

In der Wilhelmstraße gibt es viele schöne alte Jugendstil- und Gründerzeithäuser – zudem idyllische Gärten und liebevoll gehegte Balkone. Einen ganz besonderen Lieblingsplatz haben Ingrid Miebach-Koch und Friedhelm Miebach – um genau zu sein sind es zwei, denn es gibt hoch oben im ausgebauten Dachgeschoss einen Balkon nach hinten hinaus – mit Blick ins Grüne in den Park zweier Verbindungshäuser.

Wie in einem Vogelnest lässt es sich hier behaglich sitzen, schauen – und hören. Zu den weniger angenehmen Geräuschen gehören Rettungswagen und Rettungshubschrauber, aber als Entschädigung gibt es jeden Tag herrliche Konzerte: Die Mauersegler machen mit ihren Schreien richtig gute Sommerlaune, und die Amseln zeigen immer wieder aufs Neue, was sie können.

Genug Platz für die Hängematte

Auch auf dem großen Balkon zur Wilhelmstraße hin spielen Vögel eine Rolle, denn sie beteiligen sich an der Gestaltung, indem sie hier und da Samenkörner fallen lassen, die sich dann zu Sonnen- oder Kornblumen entfalten. Über diese Unterstützung freut sich Friedhelm Miebach, aber ansonsten ist die Hege und Pflege dieses bunten Paradieses sein Job. »Ich mische mich da nicht ein, ich bestehe nur darauf, dass genug Platz für meine Hängematte bleibt«, sagt Ingrid Miebach-Koch und lacht. Ja, die Hängematte! Am liebsten möchte man gleich Platz nehmen, sich sanft schaukeln lassen und in ein Buch vertiefen. »Herrlich ist das«, bestätigt die Hausherrin.

Friedhelm Miebach macht es sich derweil am Tisch gemütlich, oder er kümmert sich um die Pflanzen. In vielen großen und kleinen Kästen und Töpfen grünt und blüht es: Geranien, Dahlien, Rosen, Rosmarin sowie jede Menge Kräuter. »Ich mag das Werkeln mit den Pflanzen, das hat für mich etwas Meditatives«, erklärt er. Sobald die Natur im Frühjahr erwacht, zieht es die beiden ins Freie.

Haus steht unter Denkmalschutz

Das 1907 erbaute und unter Denkmalschutz stehende Haus gehörte einst der Familie Kerber, frühere Kaufhausbesitzer im Seltersweg. Mitte der 80er Jahre kauften Miebachs ihre Wohnung und verwirklichten ihren Traum vom Leben in einem städtischen Altbau. Kino, Theater, Konzerte, Freunde – alles ist ganz nah, und das Haus bietet einen individuellen Rückzugsort. Miebachs möchten hier auch im hohen Alter noch leben können und haben deshalb vor einigen Jahren einen Aufzug an der seitlichen Fassade anbauen lassen. Das war ein langer Kampf, unter anderem mit der Denkmalbehörde. Heute gilt diese Lösung selbst in Fachkreisen als gelungenes Modell und wird Interessierten beispielhaft empfohlen.

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