29. Oktober 2012, 14:43 Uhr

Graffiti-Künstler stellen im MuK-Bunker aus

Drei Wochen Arbeit und nur wenige Stunden Ausstellungszeit. Wegen der großen Nachfrage wird die Ausstellung mit Streetart im MuK noch an zwei zusätzlichen Terminen kostenlos zu besuchen sein: Am Mittwoch, 31. Oktober, und am Samstag, 3. November, jeweils zwischen 17 und 21.30 Uhr.
29. Oktober 2012, 14:43 Uhr
Word 154 (links) und Astma, die ihre realen Namen nicht verraten, in einem der Ausstellungsräume im MuK-Bunker. (Fotos: sis)

Die bürgerlichen Namen werden nicht verraten, genauso wenig die genauen Schauplätze, an denen eine junge Frau mit Bodypainting für den Gießener Sprayer Model gestanden hat. Manche Bilder sind eben auf illegalem Grund entstanden. Das gehört zur Szene. Word und sein Kollege RowOne reisen viel gemeinsam durch Europa. Word sprayt, RowOne fotografiert. »Ich gebe ihm die Motive, er steht hinter mir«, erklärt die sprühende Hälfte des lokalen Duos. So hängen in einem der Ausstellungsräume schwarz-weiße Leinwanddrucke von Szenen in Mailand, Barcelona und Wien.

»Abandoned Area« lautet der Titel der Vernissage im MuK. Graffiti, Streetart und Fotografie umfasst sie. Jeder Künstler bietet einen anderen Blick auf die Szene, setzt seine Ideen mit einem anderen Stilmittel um. Die Thematik des »verlassenen Geländes« fügt sich passgenau in die Lokalität des Gastgebers. »Der ehemalige Bunker ist symbolisch für den Verfall. Eine Mischung aus strukturiert und dreckig«, beschreibt Astma das Zusammenspiel von Kunst und Ausstellungsstätte. »Wir sprühen ja auch oft an Orten, die sehr dreckig sind, wo sonst niemand hingehen mag. « Im Keller des Musik- und Kunstvereins sind die Lichtverhältnisse größtenteils düster, Technobeats klingen durch das Gemäuer, die Wände jedoch sind primär farbenfroh gestaltet. Neben Wand-Graffiti, Fotos von Schriftzügen in Goldrahmen, Leinwanddrucken, Skulpturen und Laser-Installationen sind auch besprühte Leinwände zu sehen. Die Wiener Künstler Fosil & Fogel bieten ein buntes Wand-Graffiti, Syre beeindruckt mit sehr detaillierten Zeichnungen.

Insgesamt acht Graffiti-Künstler und Fotografen aus Gießen, Dresden, Göttingen und Wien haben ihr Gemeinschaftsprojekt nach der Seele der Streetart benannt, denn diese urbane Kunstbewegung ist für gewöhnlich an abgeschiedenen Orten zu finden. Die Atmosphäre des MuK-Bunkers wird gekonnt genutzt. Die Underground-Kunstwerke kommen authentisch zur Geltung. Das Publikum äußert sich ausschließlich positiv. Auch wenn offiziell keine kommerziellen Zwecke verfolgt werden, freut sich Word 154, dass es schon Kaufanfragen zu seinen Werken gibt.

Wegen der großen Nachfrage wird die Ausstellung noch an zwei zusätzlichen Terminen kostenlos zu besuchen sein. Am Mittwoch, 31. Oktober, und am Samstag, 3. November, jeweils zwischen 17 und 21.30 Uhr. sis

Schlagworte in diesem Artikel

  • Musikverein Griedel
  • Streetart
  • Zeichnungen
  • Lädt

    Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 12 x 2: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.