08. Dezember 2018, 16:00 Uhr

Stadt Gießen

Gießens Schokoladenseite

Der Weltladen stellt neue Stadtprodukte vor. Motto: Gießen genießen! Wieder erhältlich ist der Justus-Kaffee.
08. Dezember 2018, 16:00 Uhr
Zusätzlich zum Justus-Kaffee gibt es nun auch fair gehandelte Gießen-Schokolade in drei Variationen. (Foto: Schepp)

Es soll ja Menschen geben, die behaupten, Gießen sei hässlich. Und die dabei vor allem das Elefantenklo im Hinterkopf haben. Diesem Bild will der Weltladen in Gießen etwas entgegensetzen. Am Freitag haben die ehrenamtlichen Mitarbeiter mehrere fair gehandelte Stadtprodukte in ihrem Laden an der Schulstraße vorgestellt. Es gibt eine Neuauflage des Justus-Kaffees sowie – neu im Sortiment – drei Schokoladen. Auf den Verpackungen steht: »Schokolade für ein faires G-en-ießen« – Gießen genießen anstatt die Nase rümpfen.

Für drei Sorten haben sich die Mitarbeiter des Weltladens entschieden: Eine Milchschokolade mit 50 Prozent Kakaoanteil, eine vegane Schokolade mit 60 Prozent Kakaoanteil und eine Himbeerschokolade. Anstatt einer Stadtsilouette oder einer Abbildung des Elefantenklos findet sich auf der Verpackung neben dem Genießen-Spruch auch ein »oooh«, ein »aaah« oder ein »mmmh«. Karin Solms-Turksi sagte, der Gießener Weltladen wolle sich mit diesem Design von anderen abheben – und eben keine städtischen Wahrzeichen verwenden.

 

Hersteller fair bezahlen

 

Die zertifizierten Bio-Produkte sind fair gehandelt. Das heißt, die Hersteller des Kaffees und der Schokolade in Nicaragua werden für ihre Arbeit gerecht entlohnt. »Der Weltladen betreibt keine Entwicklungshilfe«, sagte die Ladenkoordinatorin Katrin Schlechtriemen. »«Aber wir helfen den Menschen, die strukturell benachteiligt sind.« Die Vorsitzende des Weltladens, Ilse Staude, ergänzte, das Konzept des fairen Handels gebe den Menschen vor Ort die Chance, von ihrer Arbeit leben zu können und ihre Kinder in die Schule zu schicken. »Es ist ein kleiner Baustein von vielen, um Fluchtursachen zu bekämpfen«, sagte Staude.

Zusätzlich geht von jedem verkauften Produkt ein kleiner Betrag an den Verein Gipanic, dem Städtepartnerschaftsverein zwischen Gießen und San Juan del Sur in Nicaragua. Konkret: Eine Packung Schokolade mit zwei Tafeln zu je 35 Gramm kostet 3,49 Euro. 20 Cent davon gehen direkt an den Partnerschaftsverein. 250 Gramm gemahlener Kaffee kostet 4,95 Euro, 500 Gramm Bohnen-Kaffee 9,40 Euro. Davon gehen pro verkauftem Produkt jeweils 25 Cent an Gipanic. Der Verein fördert vor Ort unter anderem die Arbeit für Frauen, hat handbetriebene Wasserpumpen organisiert oder Bio-Öfen, damit die Menschen vor Ort nicht mehr am offenen Feuer kochen müssen.

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