02. Mai 2010, 21:54 Uhr

Gießener Förderverein stellt Landesgartenschau-Konzept in Bad Nauheim vor

Bad Nauheim/Gießen (buc). Gleich zu Beginn der Landesgartenschau hat sich am Samstag in Bad Nauheim die Nachfolgerstadt Gießen auf dem Gärtnermarkt im Goldsteinviertel präsentiert. Nach Bad Nauheim, Bad Wildungen (2006), Hanau (2002) und Fulda (1994) wird Gießen die fünfte Gastgeberin der hessischen Schau sein.
02. Mai 2010, 21:54 Uhr
Die Gründung des Gießkannen-Museums wurde in Bad Nauheim fröhlich begossen. Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich stellte das Projekt gemeinsam mit Mitstreitern vor. (Foto: buc)

Bad Nauheim/Gießen (buc). Gleich zu Beginn der Landesgartenschau hat sich am Samstag in Bad Nauheim die Nachfolgerstadt Gießen auf dem Gärtnermarkt im Goldsteinviertel präsentiert. Nach Bad Nauheim, Bad Wildungen (2006), Hanau (2002) und Fulda (1994) wird Gießen die fünfte Gastgeberin der hessischen Schau sein. Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich und der eigens gegründete Förderverein warben für ihre Schau in vier Jahren, die ganz im Zeichen des ehrgeizigen Titels »Auf zu neuen Ufern« stehen soll.

Aus Bad Nauheim nehme sie wertvolle Anregungen mit, betonte die Bürgermeisterin. Vor allem gefielen ihr die vielen kleineren Bühnen. Als gute Idee empfand sie, gleich am Eingang einen großen Platz als Treffpunkt und Ort der Kommunikation einzurichten.

Der Gießener Schwerpunkt liegt laut Weigel-Greilich auf der Entwicklung der Stadt. Vor allem gehe es darum, Gießen langfristig attraktiver und lebenswerter für die eigenen Einwohner zu gestalten. Nicht nur Gärten und Landschaftsarchitektur stünden deshalb im Mittelpunkt. Besonders gehe es auch darum, ökologische, stadtplanerische und wirtschaftliche Impulse zu setzen. Bereits jetzt sei die Universitätsstadt viel schöner als sie verbreitet eingeschätzt werde, hob Weigel-Greilich hervor. Der »Selbstverzwergung« solle die Landesgartenschau entgegen wirken, wenn nicht sogar ganz beseitigen. Aus diesem Grund lege sie auch so großen Wert darauf, die Bürger intensiv an der Gestaltung des Großereignisses zu beteiligen.

Ein prominentes Beispiel der Bürgerbeteiligung sei der Ideenwettbewerb. Eines der ersten Produkte der so genannten Ideenbörse feierte am Samstag in der Kurstadt seine Gründung: Das Gießener Gießkannen-Museum. In den kommenden vier Jahren sollen 2014 Gießkannen als Spenden zusammen kommen. Organisiert werden Aufbau und Gestaltung des Museums vom Künstlerteam »Gärtnerpflichten« in enger Zusammenarbeit mit der Stadt. Nach der Gründung des Musums geht es nach Auskunft von Jörg Wagner von »Gärtnerpflichten« darum, einen Ort für das Museum zu finden. Auch werde in Kürze bekannt gegeben, wo Gießkannen abgegeben werden könnten. Das Ziel, bis 2014 eine entsprechende Anzahl von Gießkannen im Bestand zu haben, bezeichnete er als realistisch. Das Gießkannenmuseum ist nur eines der Projekte, dem sich das Künstlertrio, dem neben Wagner auch Oliver Behnecke und Ingke Günther angehören, angenommen hat. Ihnen obliegt es, unter dem Motto »Des Gärtners erste Pflicht: Gießen!« Veranstaltungen bis zur Landesgartenschau zu organisieren und Konzepte auf den Weg zu bringen.

Zwei Infrastrukturprojekte stehen im Zentrum der Gießener Landesgartenschau, erfuhren die Besucher in Bad Nauheim. Auf Schautafeln waren die Entwürfe der beiden Sieger für die Konzepte der Landesgartenschau zu sehen. Die Wieseckaue soll von den Berliner Landschaftsarchitekten Geskes und Hack gestaltet werden. Im Zentrum ihres Konzepts stehen Wissenschaftsgärten. Passend zum Universitätsstandort sollen in diesen Gärten auf spielerische und interaktive Weise Wissens vermittelt werden. Erste Eindrücke von spielerischer Wissensvermittlung erlebten die Besucher am Samstag an den Stationen des Gießener »Mathematikums«. Bei Knobelspielen, Puzzeln und Bausätzen hatten alt und jung großen Spaß an der Mathematik.

Die Lahnaue soll künftig ein Naherholungsgebiet werden. Das sieht der Entwurf des Landschaftsarchitekturbüro »a24_landschaft« aus Berlin vor. Seit dreißig Jahren gewünscht und endlich realisiert werden soll laut Weigel-Greilich im Rahmen der Lahnauen-Gestaltung eine Fußgänger- und Radfahrerbrücke über die Lahn, die die Nord- und die Weststadt verbinde. Im nächsten Jahr sollten die Bauarbeiten beginnen.

Während die Brücke bis zur Gießener Schau fertig gestellt werden soll, sei ein weiterer Teil des Lahnauenprojekts wohl erst in den kommenden zwanzig Jahren vollständig umzusetzen, so die Bürgermeisterin. Dabei gehe es darum, die Lahnaue für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Rad- und Fußwege sollen künftig an der Lahn entlang führen. Derzeit seien an dem Ufern vor allem Kleingärten zu finden. Die Stadt werde nach und nach die Grundstücke aufkaufen. Derzeit sind nach Aussage der Bürgermeisterin ein Viertel der Kleingärten in städtischen Besitz übergegangen.

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