23. April 2010, 00:12 Uhr

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit: Cornelius Mann tritt Steil-Nachfolge an

Gießen (kh). Die Neuwahl des Geschäftsführers und des Vorstands stand am Mittwochabend bei der Mitgliederversammlung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Gießen-Wetzlar im Mittelpunkt.
23. April 2010, 00:12 Uhr
Vorstand und Geschäftsführer der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (v. l.): Wolfgang Grieb, Ludmilla Kozlova, Gerhard Dautzenberg, Dieter Steil, Cornelius Mann und Christel Buseck. (Foto: kh)

Gießen (kh). Die Neuwahl des Geschäftsführers und des Vorstands stand am Mittwochabend bei der Mitgliederversammlung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Gießen-Wetzlar im Mittelpunkt. Nach der Begrüßung durch Prof. Gerhard Dautzenberg und der Feststellung der Beschlussfähigkeit der Versammlung präsentierte der langjährige Geschäftsführer Dieter Steil zum vorerst letzten Mal den Bericht zur Jahresarbeit und hielt fest: »Es zeigt sich eine relativ starke Komponente an kulturellen Veranstaltungen im letzten Jahr.«

Dies bestätigt der Tätigkeitsbericht 2009, der von Einzel-, Dia- und Filmvorträgen sowie Konzerten, Lesungen, einer Gedenkveranstaltung zum 150. Geburtstag von Alfred Bock über die Zusammenarbeit mit Schulen bis hin zu Veranstaltungen zum Gedenken an die Pogromnacht reichte. Ebenso zufrieden blickte Schatzmeisterin Christel Buseck ins vergangene Jahr: »Wir haben gut gewirtschaftet und sind mit einem kleinen Plus nach 2010 gegangen.« Die Kassenprüfung bestätigte diese Aussage und der Bitte um Entlastung des Vorstandes wurde mit zwei Enthaltungen zugestimmt.

Dann standen die Wahlen auf der Tagesordnung, die satzungsgemäß alle zwei Jahre abzuhalten sind. In getrennten und geheimen Wahlgängen wurden der evangelische Vorsitzende, Pfarrer Wolfgang Grieb, die jüdische Vorsitzende Ludmilla Kozlova und der katholische Vorsitzende Prof. Gerhard Dautzenberg einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Auch Christel Buseck bleibt weiterhin Schatzmeisterin.

Dieter Steil hingegen hatten bereits im Vorfeld angekündigt, als Geschäftsführer nicht mehr zur Verfügung zu stehen und Cornelius Mann als seinen Nachfolger vorgeschlagen. Mann, der Schulpfarrer am Landgraf-Ludwigs-Gymnasium ist, betonte lächelnd, in welche Fußstapfen er tritt: »Ich hätte mir bessere Kandidaten vorstellen können, ich selbst bin erst seit drei Jahren in Gießen und in der Gesellschaft. Als Herr Steil mich fragte, habe ich einen großen Schrecken bekommen. Das ist ein Riesenerbe.« Viel Erfahrung bringt der ohne Gegenstimme gewählte Geschäftsführer aber aus seiner Zeit als Pfarrer in Lich mit, wo er seit 1995 tätig war und sich bei christlich-jüdischen Projekten engagierte. Auch Dautzenberg weiß: »Sie bringen viele Voraussetzungen mit, um die Arbeit von Herrn Steil weiterzuführen. « Dieser richtete anschließend ein paar persönliche Worte an seinen Nachfolger und die Mitglieder der Gesellschaft: »Danke, dass Sie meine Nachfolge antreten, ich werde Sie nach Kräften unterstützen. Ich wünsche Ihnen, dass Sie auf dem Hintergrund Ihrer Erfahrung Wege gehen können, die ich nicht gehen konnte.« Einen Dank richtete Steil auch an seine Vorstandskollegen, mit denen er teilweise seit Mitte der achtziger Jahre zusammengearbeitet hatte. »Ich bin froh, die Gesellschaft ohne nennenswerte Brüche habe leiten zu können. Und Sie werden verstehen, dass es mir nicht leicht gefallen ist zu gehen. Ich habe Erfahrungen gemacht, die ich nicht missen möchte.« Steil dankte seiner Frau für die jahrelange Unterstützung, und auch der Vorstand gab dem scheidenden Geschäftsführer persönlich gefärbte Abschiedsworte mit auf den Weg.

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