13. Mai 2018, 19:13 Uhr

Geschichte erfahrbar machen

13. Mai 2018, 19:13 Uhr
Im Mathematikum widmet sich Prof. Beutelspacher der Unendlichkeit. (Foto: um)

Wie Geschichte auf lebendige und moderne Art vermittelt werden kann, wurde am Sonntag in den Gießener Museen deutlich. Denn auch die hiesigen Einrichtungen beteiligten sich am internationalen Museumstag. Besucher bekamen Gelegenheit, die Geschichte der Stadt auf diese Weise besser kennenzulernen, ein vielfältiges und abwechslungsreiches Angebot zu erleben und tiefer einzutauchen in die Geschichte der ganz unterschiedlichen Häuser. Dass es dabei nie oberflächlich wurde und die Führungen sowohl einen allumfassenden Einblick als auch lebendig vermitteltes Wissen boten, lag an den engagierten Museumsführern, die ihre eigene Begeisterung auf die Besucher übertrugen.

So gestaltete sich der Auftakt um 10.30 Uhr im Alten Schloss sehr intensiv: Während einer Führung durch die Welt der Künstler aus der Gießener Region von 1850 bis 1950 wurden nicht etwa lieblos Fakten heruntergerasselt. Dagmar Klein nahm sich Zeit, auf jedes Detail einzugehen und konnte die Geschichte der Künstler und des Museums lebendig und anschaulich vermitteln. Einzelne Bilder wurden analysiert, aber auch Anekdoten aus dem Leben der Künstler gehörten zur Führung. Von Impressionismus bis zur abstrakten Malerei und Skulpturen: Die Gemäldesammlung im Alten Schloss zeugt vom vielfältigen künstlerischen Schaffen im Gießener Raum.

Wer sich eher für ältere Geschichte interessierte, wurde im Wallenfelschen Haus fündig. Die Ausstellungseröffnung »Die Maske(n) des Agamemnon, Schliemanns Schatzfunde aus Mykene in originalgetreuen Repliken« war gut besucht. Die Ausstellung wurde von Studierenden der Professur für klassische Archäologie vorbereitet.

Experimente können einen sinnlichen Zugang zur Mathematik ermöglichen. Das wurde bei einer Vorschau der Sonderausstellung »Kein Ende in Sicht« im Mathematikum deutlich, die sich mit der Unendlichkeit beschäftigt. Prof. Albrecht Beutelspacher und seine Volontärin zeigten, wie im Mathematikum gearbeitet und experimentiert wird. Anhand von Ausstellungsobjekten zeigten sie, wie die Unendlichkeit erfahrbar gemacht werden kann. Die Kinder waren begeistert von Spiegelkabinett und Kaleidoskop, aber auch bei den älteren Zuschauern wurde die Neugier auf die Ausstellung geweckt. Den ganzen Tag lang konnten Experimente an der Sonnenuhr durchgeführt werden.

Im Liebigmuseum wurden bei thematisch wechselnden Führungen alle Facetten des Hauses vermittelt, von Architektur bis zur Geschichte. Aber wer war Liebig noch gleich? Dieser Frage ging Manuel Heinrich nach. Er erzählte die erstaunliche Lebensgeschichte des Wissenschaftlers Liebig, vermittelte aber auch Fakten mit Humor und Enthusiasmus.

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