20. März 2015, 18:53 Uhr

Asbest-Dachplatten im Hangelstein entsorgt

Gießen-Wieseck (ta) Im Hangelstein hat ein Förster am Mittwoch eine große Menge an asbesthaltigen Eternitplatten entdeckt. Diese illegale Entsorgung stellt eine erhebliche Umweltstraftat dar. In den vergangenen Jahren waren an dieser Stelle im Wald schon mehrfach Reste von Umbau- oder Renovierungsarbeiten abgeladen worden.
20. März 2015, 18:53 Uhr
Umweltskandal: Im Hangelstein wurden asbesthaltige Eternitplatten abgelagert. Sie müssen nun auf Kosten der Allgemeinheit fachgerecht entsorgt werden. (Foto: P)

Vermutlich um sich die hohen Entsorgungskosten für diesen Sondermüll zu sparen, hatte ein Unbekannter im Laufe der vergangenen Wochen rund 70 Quadratmeter Dachplatten unweit der Gaststätte »Waldfrieden« abgeladen. Es handelt sich um Welleternit-Platten in einer Größe von 2,5 x 1 m, die zum Teil gebrochen waren. Die Bauteile lassen die Ermittler darauf schließen, dass der Entsorger umfangreiche Umbaumaßnahmen durchführt oder schon abgeschlossen hat. Die Polizei hofft daher Zeugen zu finden, die von Abrissarbeiten solcher Wellplatten in einem Wohngebiet berichten können.

Da der Hangelstein stark von Spaziergängern, Sportlern und Hundehaltern genutzt wird, sind die Ermittler zudem guter Hoffnung, dass es Zeugen für die illegale Ablagerung gibt oder zumindest ein verdächtiges Fahrzeug wahrgenommen wurden. Die Menge an entsorgtem Material lässt darauf schließen, dass der oder die Täter ein größeres Fahrzeug oder einen großen Anhänger zum Transport benutzt haben.

Von dem Staub, der beim Umgang mit Asbest belasteten Welleternit-Platten entsteht, können erhebliche gesundheitliche Gefahren ausgehen. Der Staub setzt sich in der Lunge fest und ist krebserregend. Bevor diese Gesundheitsgefahr bekannt war, wurden die Platten vielfältig in der Baubranche eingesetzt. Beim Entfernen müssen heute strenge Vorschriften eingehalten werden. Unter anderem müssen die Platten staubdicht verpackt und über ein qualifiziertes Entsorgungsunternehmen verwertet werden.

Zeugenhinweise nimmt das Fachkommissariat unter Tel. 0641/70 06-24 56 entgegen. Zudem können verdächtige Wahrnehmungen unter Tel. 70 06-25 55 mitteilen.

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