13. Oktober 2011, 11:23 Uhr

Ansturm auf die Uni ist noch größer als erwartet

Gießen (kw). Der Ansturm von Studienanfängern auf die Justus-Liebig-Universität fällt noch stärker aus als erwartet. Aktuell seien 6500 Erstsemester gezählt worden, sagte JLU-Präsident Prof. Joybrato Mukherjee am Mittwochnachmittag bei der Erstsemesterbegrüßung im proppenvollen Audimax.
13. Oktober 2011, 11:23 Uhr
Mit »Justus von Liebig« konnten sich Studierende beim »Markt der Möglichkeiten« fotografieren lassen. (Foto: kw)

Das seien fast 1000 mehr als ein Jahr zuvor. Solche Rekorde könnten an einigen Stellen zu Engpässen in den ersten Vorlesungswochen führen. »Informieren Sie uns darüber und geben Sie uns dann etwas Zeit, die Probleme zu lösen.« Bis zur dritten oder vierten Woche werde hoffentlich ein ordnungsgemäßer Studienbetrieb gewährleistet sein, sagte Mukherjee.

Etwa 1000 der bisher neu Eingeschriebenen beginnen einen Masterstudiengang, haben also schon einen ersten Hochschulabschluss in der Tasche. Insgesamt zähle die Uni damit zur Zeit über 25 200 Studierende – auch dies sei ein neuer Rekord. Ein Grund dafür sei die Schulzeitverkürzung. In Hessen kommt der erste doppelte Abiturjahrgang zwar erst im Jahr 2013, aus anderen Bundesländern strömten aber jetzt schon G8-Absolventen nach Gießen, so Mukherjee.

Studierendendichte: Gießen bleibt Spitze

Am Gießener Standort der Technischen Hochschule Mittelhessen gibt es – wie berichtet – mehr als 1200 Anfänger und über 13 000 Immatrikulierte. Damit hat Gießen gut 38 000 Studierende. Bei 77 000 Einwohnern bedeutet das eine rechnerische Quote von fast 50 Prozent. Damit behauptet die Stadt ihren Spitzenplatz in der Studierendendichte in Deutschland.

Trotz dieser Menge an jungen Menschen »kommt es auf jeden von Ihnen an«, sagte Mukherjee an die Jungakademiker gewandt. Als Mitglieder der Universität sollten sie ihre Möglichkeiten wahrnehmen, deren Geschicke mitzugestalten. Der Präsident verwies auf die 404-jährige Geschichte der Hochschule, die damit zu den ältesten in Deutschland gehörte. Damals wie heute profitierten die Studenten von der zentralen Lage, der schönen Umgebung, den verhältnismäßig geringen Lebenshaltungskosten, den Einkaufsmöglichkeiten und von der Nähe zur Metropolregion Frankfurt.

In einer »jungen, toleranten und weltoffenen Stadt« hieß Stadträtin Astrid Eibelshäuser die Studierenden willkommen. Gießens Schönheiten entdecke man vielleicht erst auf den zweiten Blick. Als künftige Attraktivitäten nannte sie den Kletterwald und das Multiplexkino. Die Bildungsdezernentin appellierte an die Zugezogenen, sich in Gießen mit erstem Wohnsitz anzumelden. Das belohnt die Stadt mit 100 Euro.

Björn Gerlach, Referent für Öffentlichkeitsarbeit beim Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA), forderte die neuen Kommilitonen auf, im Januar bei der Wahl zum Studierendenparlament ihre Stimme abzugeben. Auch Beate Caputa-Wießner von der Studierendenberatung sprach vor den Erstsemstern. Ein besonderer Dank galt den Mentorinnen und Mentoren, die die Anfänger in der Einführungswoche betreut haben oder – in einigen Fächern – diese Woche betreuen.

Wen kann man überhaupt für das Stupa wählen? Wie finde ich eine Wohnung? Wo in Gießen gibt es Menschenrechtsgruppen, fair gehandelten Kaffee oder christliche Angebote? Antworten auf diese und zahlreiche andere Fragen bot der »Markt der Möglichkeiten« im Foyer des Audimax. Informationen über Studiensemester und Pratika im Ausland gab Meike Röhl von der JLU-Abteilung Internationale Studierende unter dem Motto »Study the world«.

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