04. Mai 2018, 18:21 Uhr

Gastroszene

Äthiopisches Restaurant »Blue Nile« eröffnet in Gießen

An diesem Samstag öffnet das erste Restaurant mit äthiopischen Speisen in Gießen. Zur Eröffnung bietet das »Blue Nile« eine Besonderheit.
04. Mai 2018, 18:21 Uhr
Freuen sich auf die Eröffnung: Emebet Feyessa (r.) und ihr Mann Taye Abdissa werden am Samstag auch Kaffee nach äthiopischer Zeremonie servieren. (Foto: pd)

Noch zeigt sich die Wand auf der linken Seite des Restaurants in strahlendem Weiß. Wenn am heutigen Samstag um 11 Uhr die neue Gastronomie in der Bahnhofstraße 53 öffnet, wird dort ein riesiges Foto des Namensgebers hängen. »Blue Nile« (Blauer Nil) heißt das erste Gießener Restaurant mit typisch äthiopischer Küche.

»Ich freue mich sehr auf die Eröffnung«, sagt Betreiberin Emebet Feyessa. »Aber ich bin auch ein bisschen aufgeregt.« Kein Wunder, schließlich besitzt die Chefin des Restaurants zwar langjährige gastronomische Erfahrung, weil ihre Eltern in Äthiopien Restaurant und Hotel betreiben, in dem sie lange mitgearbeitet hat. In den vergangenen Jahren hat die Frau, die seit 2003 in Deutschland lebt, aber hauptsächlich Familie und Freunde mit Speisen aus dem ostafrikanischen Land verwöhnt.

 

Seit 2003 in Deutschland

Das hat sie offenbar so überzeugend getan, dass sie von allen Seiten Zuspruch erhalten hat, ihre kulinarischen Fähigkeiten endlich einem breiteren Publikum zu präsentieren. Einer, der es wissen muss, freut sich schon auf die Eröffnung. »Sie kocht richtig gut. Ich bin sehr stolz«, sagt ihr Mann Taye Abdissa, der seine Frau nicht nur in dem neuen Restaurant mit seinen 50 Plätzen unterstützt. Er hat auch in den vergangenen drei Monaten bei der Sanierung von Gasträumen und Küche kräftig mit angepackt. »Wir haben alles neu gemacht. Jetzt sieht es wirklich gut aus.«

 

Warmes Licht und Weltkarte

Das stimmt. Das Restaurant präsentiert sich in einladenden Farben mit dunklem Mobiliar, ockerfarbenen Wänden und warmem Licht. Dazu passt die riesige Weltkarte, auf der rechten Seite der Gasträume, in denen früher die »WG-Bar« zu Hause war.

Die landestypischen Gerichte sind für europäische Zungen eine Herausforderung – zumindest, was die Aussprache angeht. Geschmacklich reicht das Angebot von Fleischspeisen mit Hähnchen, Rind und Lamm bis zu veganen Gerichten wie Shiro, das aus Kichererbsenmehl, Zwiebeln und einer milden Soße besteht. Gästen, die lieber etwas mit Fleisch genießen wollen, empfiehlt Emebet Feyessa Zilzil Tibs oder Ye doro Wet. Grundlage für die meisten Gerichte ist der klassische Inghera-Fladen aus glutenfreiem Mehl. Und die äthiopische Kaffeezeremonie ist obligatorisch.

Die Getränkekarte reicht von südafrikanischen Weinen über Dju Dju Bananenbier bis zu Licher Pils und Benediktiner Weißbier. Auch die Gründe für die Namensgebung erfährt der Gast aus der Speisekarte: Einer der größten Nebenflüsse des Nil ist der Blaue Nil. Er verdankt seinen Namen der dunklen Erde Äthiopiens, die der blaue Nil bis ins Mittelmeer trägt.

Zusatzinfo

Büfett am Eröffnungswochenende

Mit einem Büfett startet das »Blue Nile« in sein erstes Wochenende. Zur Eröffnung am heutigen Samstag und am Sonntag (jeweils ab 11 Uhr) erhalten Gäste ein Begrüßungsgetränk und dürfen sich am Büfett bedienen. Im Preis von 18 Euro (Kinder bis zwölf Jahren zahlen acht Euro) ist auch die traditionelle Kaffeezeremonie enthalten. Ab der kommenden Woche öffnet das Restaurant täglich von 11.30 bis 14 Uhr und von 17.30 bis 22 Uhr.

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