01. Mai 2015, 23:03 Uhr

400 Menschen bei Demo zum »Tag der Arbeit«

Gießen (arn). Die Zukunft der Arbeit gestalten. Unter diesem Motto demonstrierten am Freitag mehr als 400 Menschen bei der traditionellen Demonstration des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) zum Tag der Arbeit am 1. Mai.
01. Mai 2015, 23:03 Uhr
(Foto: Arne Bartram)

Dabei waren auch einige junge Leute, um gegen den aus ihrer Sicht immer größer werdenden Leistungsdruck zu protestieren. Felix Döring von den Gießener Jungsozialisten findet es wichtig, mit der Demonstration ein Zeichen zu setzten für »guten Lohn und gute Arbeitsbedingungen«. Damit reiht er sich ein in die Forderungen vieler Demonstranten, die immer wieder lautstark eine Umverteilung und eine bessere Bezahlung von Arbeit fordern. »Ich bin mehr Wert« steht auf einigen Transparenten. Die Demonstranten starten auf dem Brandplatz und ziehen eine Stunde lang mit selbst gebastelten Plakaten, Fahnen und jeder Menge Engagement über die Nordanlage, vorbei an der Galerie Neustädter Tor.

Bei der Abschlusskundgebung fordert Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz (SPD), Arbeit sozial und menschengerecht zu gestalten. Dieses Jahr sei dank der Einführung des Mindestlohns von 8,50 Euro ein gutes Jahr für die Arbeitnehmer, so Grabe-Bolz.

»Der Lohn reicht endlich zum Leben«. Die Oberbürgermeisterin kritisierte in ihrer Rede, dass Frauen sehr oft noch immer weniger verdienen als Männer in gleicher Position. Besonders prekär sei die Lage für Beschäftigte in frauendominierten Berufen – etwa für Erzieher, die sich derzeit im Arbeitskampf befinden. »Sie verdienen unsere Unterstützung, um für ihre harte Arbeit gerecht entlohnt zu werden«, so die Gießener Rathauschefin.

Im Anschluss machte Maike Wiedwald von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) darauf aufmerksam, dass vom aktuellen Wirtschaftsaufschwung zu wenig bei den arbeitenden Menschen ankomme. Es gehe in der Wirtschaft zu sehr um Profit und zu wenig um die Menschen, so die stellvertretenden Vorsitzende der GEW Hessen.

Nach den mahnenden Worten herrschte bei der Abschlusskundgebung Volksfeststimmung. Einige Stände versorgten die zahlreichen Anwesenden mit Kaffee und Kuchen. Eine Hüpfburg bot auch den kleinen Besuchern Spaß. (arn/Foto: arn)

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