27. September 2017, 09:18 Uhr

MVP Günther in Gießen gesittet

27. September 2017, 09:18 Uhr
Foto mit Seltenheitswert: 46ers-Kampfgerichtsorganisatorin Uta Weyell mit ihrem wohl bekanntesten ehemaligen »Babysitterkind« Per Günther. (pv)

Er ist ein »Gießener«, der nie für seine Geburtsstadt gespielt hat. Per Günther kam am 5. Februar 1988 in Gießen zur Welt. Zu der Zeit spielte sein Vater Dietmar (1987 bis 1989) für den MTV 1846 Gießen in der Bundesliga. Seine Mutter Martina ging für den Post-SV Gießen auf Korbjagd. Eine Babysitterin musste her, auch für den älteren Bruder Philipp, wenn beide Elternteile ihre Trainingseinheiten wahrnahmen. Die wurde schnell in Uta Weyell gefunden. »Ich habe damals auch für den Post-SV gespielt, aber nicht in der derselben Mannschaft, und wohnte quasi um die Ecke«, hat sie diese Zeit noch genau vor Augen. So kam es, dass sich an den betreffenden Abenden fliegende Wechsel in der Wohnung der Günthers etablierten. Denn die Übungseinheiten lagen zeitlich direkt hintereinander.

Auf den kleinen Per wurde gut aufgepasst, so gut, dass er sich bis zum Nationalspieler entwickelte. Seine Basketball-Karriere startete aber erst, nachdem die Familie wieder nach Hagen zurückgekehrt war. Teilnahmen an den Europameisterschaften mit den Jugend-Nationalmannschaften standen vor dem großen Durchbruch in der Bundesliga und dem National-Team. Beinahe hätte es Per Günther doch einmal nach Gießen verschlagen.

Weil man ihm das Mithalten im Oberhaus noch nicht so richtig zutraute, hätte Lich die hauptsächliche Spielstätte sein sollen, lautete damals die Ansage von offizieller Seite. Darauf ließ sich der Comboguard nicht ein, ging nach Ulm und kam groß raus. Hätte damals der Transfer an die Lahn geklappt, hätte der mittlerweile 29-Jährige seine ehemalige Babysitterin schon früher wiedergetroffen.

Uta Weyell organisiert nämlich seit 28 Jahren das Kampfgericht für die Heimspiele der Gießener und ist auch stets selber am Tisch tätig. Sie hat noch losen Kontakt zu Martina Günther, hält mal einen kurzen Plausch mit ihr, wenn sie extra anreist, um Per mit seinen Ulmern, bei denen er seit der Saison 2008/2009 unter Vertrag steht, in der Osthalle spielen zu sehen. Eine dieser Gelegenheiten wurde für eine Vorstellungsrunde genutzt. Natürlich konnte sich der »Spatz« nicht mehr erinnern, aber seine Mutter frischte das Damalige wieder auf. Eines der nächsten Allstar-Games verfolgte Weyell vor Ort. Es war das im Jahr 2016. Sie traf dort auf Per Günther, der an dem Tag sogar zum MVP gekürt wurde. Und diesmal erkannte er die Gießenerin wieder. Ein Touch, endlich war das Foto mit Seltenheitswert geknipst. Mangels nicht vorhandener Handys war das früher so einfach nicht zu machen.

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