18. Oktober 2013, 17:28 Uhr

Umfangreiche Arbeiten an der Kirche von Großrechtenbach

Hüttenberg (ür). An der Kirche in Großrechtenbach laufen derzeit Sanierungsmaßnahmen an Dachstuhl und Kirchturme. Pfarrerin Siglinde Gallus beziffert die Kosten auf rund 140 000 Euro.
18. Oktober 2013, 17:28 Uhr
Für 140 000 Euro wird die Kirche von Großrechtenbach momentan umfassend saniert. (Foto: ür)

Finanziert werden die Arbeiten durch die Entnahme aus der Bauunterhaltungsrücklage sowie über Spenden und Kollekten. Bislang sind rund 30 000 Euro in Gottesdiensten und bei Aktionen gesammelt worden.

Bereits vor zwei Jahren, im September 2011, waren einige sichtbare Schäden an der 1638 erbauten Kirche festgestellt worden. Eine gebrochene und reparierte Diagonalstrebe und ein geschädigter Holzpfosten im Dachstuhlbereich unter dem Turm an der Südseite, sowie eine Auflagerschwelle unter dem ehemaligen Deckenbalken, der durch Braun- und Kernfäule befallen war, fielen zunächst auf. Doch dabei sollte es nicht bleiben. Weitere Untersuchungen dokumentierten im Februar 2012 Schäden im Turmhelm, der obersten Deckenebene des Kirchturmes.

Unerfreuliche Überraschungen bei der Sanierung

Um bei der Reparatur die Statik nicht zu gefährden, wurde vor den Arbeiten am Turm die Dachbodenebene saniert. Beim Freilegen der Sparren-Decken-Fußpunkte entdeckten die Arbeiter Hausschwamm in der Decke über der Orgel. Um den zu entfernen, musste, wie die Pfarrerin erläuterte, die komplette Decke über der Orgel entfernt werden. »Weitere Überraschungen erwarteten uns auf dem Deckenboden über dem Hauptschiff der Kirche«, erinnert sich Gallus. »75 Prozent der Fußschwellen auf der Mauerkrone waren von Braun- und Kernfäule befallen und im rechten Auflagerbereich stark geschädigt.« Die zwei Stahlträger lagen nur sehr knapp auf der Außenwand auf. Die innere Mauerschwelle war im Auflagerpunkt defekt. Ein Ecktragpfosten des Turmes war im unteren Bereich stark befallen und hatte sich bereits gesenkt. Der Turm steht deshalb insgesamt schief. Um die notwendigen Maßnahmen anzugehen, musste der Glockenturm neu abgefangen werden. Aus Sicherheitsgründen konnten die Glocken während dieser Arbeiten nicht geläutet werden.

In einem letzten Sanierungsabschnitt wird seit Mai nun die Holzsanierung angegangen. Der Kirchturm wurde komplett eingerüstet. Arbeiter haben den Schiefer im Turm- und Dachbereich überprüft und die Schadstellen repariert. Allerdings stießen sie auf weitere Schäden. Drei zusätzliche Turmpfosten an der Westseite, eine Tragekonstruktion in der ersten Ebene, einige Deckenbalken und sämtliche Fensterluken mussten saniert und zum Teil ausgewechselt werden. Momentan wird das Kirchendach mit Schiefer neu eingedeckt. Noch hoffen die Rechtenbacher, dass die Glocken ihres Gotteshauses bald wieder läuten können.

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