Expertin gibt Rat: Wie erkennt man Jakobskreuzkraut ?

Reiskirchen (la). Es ist gerade für Pferdebesitzer ein Kreuz mit dem Jakobskreuzkraut, welches das Leben der Tiere gefährdet. Das Kraut sicher von anderen unschädlichen Weidepflanzen klar unterscheiden zu können, kann man durch praktische Grünlandexkursionen lernen.
29. Juli 2012, 21:43 Uhr
Birgit Ungar zeigt auf eine Pflanze des Jakobskreuzkrautes, in der Hand hält sie das Johanniskraut zum Vergleich. (Foto: la)

Der Burkhardsfeldener Ortslandwirt Manuel Brück hatte aus diesem Grund am Samstagnachmittag vor allem Landwirte, Tierhalter, Erzeuger von Grundfutter sowie Naturfreunde zu einer Jakobskreuzkraut-Begehung eingeladen.

Treffpunkt war die Reitanlage in Burkhardsfelden. Ulrike Lederer-Hartel von der Reitanlage begrüßte die knapp zwanzig Teilnehmer, auch im Auftrag von Brück, der wegen einer Familienfeier verhindert war. Jetzt sei die Zeit, in der man die Pflanze noch im blühenden Zustand vorfinde, bevor sie dann durch die Heuernte dem menschlichen Auge verborgen bleibe. Sie sei dennoch weiterhin gefährlich, da die sehr oft nicht entfernten Wurzeln für neues Unheil sorgten.

Als Expertin hatte man Birgit Ungar (Münzenberg) von der Scivias-Agrarberatung und -bildung gewonnen, die nicht nur über Wissenswertes und Interessantes zum Jakobskreuzkraut informierte, sondern in erster Linie deutliche Unterschiede zwischen dem für Nutztiere sowie auch für Menschen gefährlichen Kraut und ähnlich aussehenden Pflanzen herausstelle, wie etwa das Johanniskraut, das ebenfalls mit gelben Blüten ausgestattet ist. Schon im Rosettenstadium, sind die jungen, sattgrünen Pflanzen sehr gefährlich, so die Expertin. Durch wesentlich höher stehendes Gras oder andere Grünpflanzen ist es für Nichtexperten kaum zu erkennen und gerät schon deshalb in die Nahrungskette der Tiere, vor allem der Pferde. Nicht nur die Pferdehalter sollten ein wachsames Auge auf diese Pflanzen haben, sondern alle Tierbesitzer.

Jakobskreuzkraut habe nichts in Futterflächen zu suchen, betonte Ungar. Neben meist unheilbaren, akuten Vergiftungen könnten auch chronische entstehen. Aus diesem Grund gehört nach den Worten von Ulrike Lederer-Hartel das Jakobskreuzkraut ganz nach oben auf die Liste der Pflanzen, von denen Gefahren ausgehen. Nicht nur als Grünfutter bedeute das Jakobskreuzkraut eine Gefahr für Tiere, es gehöre auch nicht in das Heu oder in die Silage.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Pflanzen und Pflanzenwelt
  • Lädt

    Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 10 / 2: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.