04. Februar 2013, 17:13 Uhr

Prunksitzung in Londorf bot viele närrische Höhepunkte

Rabenau (vh). Wenn man in Rabenau so einfach die Haushaltsschulden so abspecken könnte wie Bürgermeister Kurt Hillgärtner als »Weight Watcher« (kleines Foto) in der Bütt die Pfunde! Diese und andere Überraschungen machten den Reiz der großen Prunksitzung des Karnevalvereins »Blaue Raben« Londorf aus.
04. Februar 2013, 17:13 Uhr
In ihrer Showtanzdarbietung warfen die Garde-Damen die Beine in die Höh’. (Fotos: vh)

In der zur Narrhalla umfunktionierten Lumdatalhalle stieg am Samstagabend das Stimmungsbaromter unaufhörlich nach oben. Erst unmittelbar vor Veranstaltungsbeginn hob sich die Trennwand in der Halle und gab den Blick frei auf die hübsche Bühnendekoration, die das in großen Buchstaben hierüber hängenden Sitzungsmotto »Und gibt es keine Mittel mehr – so fahren wir ans Mittelmeer!« illustrierte.

Es muss nicht immer der schmissige Narrhalla-Marsch sein, der den Einzug der Tollitäten mit Gefolge begleitet. Die Choreographie in der Lumdatalhalle funktionierte anders und dabei nicht weniger gut. Fanfarenklänge ertönten im Saalhintergrund zum Start. Unter rythmischen Trommelschlägen und flotter Marschmusik bewegte sich der Fanfarenzug »Hansa Gießen« in Richtung Bühne. Im selben Moment hob die Trennwand ab und gewährte freien Blick auf die in Nebelschwaden und buntes Licht getauchte Bühne. Das Publikum im fast voll besetzten Saal stand auf und klatschte, derweil das Prinzenpaar nebst Hofstaat, Elferrat und den Garden Einzug hielt.

Und damit gab es eine weitere Überraschung, denn der übliche Sitzungspräsident Timo Momberger steckt nun in den blau-weißen Farben als Blauer-Raben-Prinz Timo I. An seiner Seite Prinzessin Martina I., ehemals Mitglied in der Tanzgarde. Sitzungspräsident war Florian Leufgens, eigentlich der Stellvertreter. Und Büttenredner Hillgärtner nahm zuallererst den Ortsvorsteher seines Wohnortes auf die Schippe: »Wenn der Egon fünf Kilogramm abnimmt, macht das eine Seite im Telefonbuch aus.« Die folgenden Minuten gehörten den Leidensfacetten eines Übergewichtigen. Haferflocken und Trauben zum Frühstück. Ein gut gemeinter Rat an Leidensgenossen: »Wenn sie beim Drachensteigen eher in der Luft sind als ihr Drache, dann sollten sie besser aufhören«.

Südeuropäische Länder thematisierte der Showtanz der »Sternchen«, der jüngsten Tanzgruppe der »Blauen Raben«. Dafür gab’s viel Applaus, den Kampagneorden und einen Kinder-Schokoladenorden. Büttenredner Dirk Ihle aus Grünberg teilte seine Seelenuntiefen als frisch Geschiedener mit dem Publikum. Das Tanzmariechen vom Marburger Karneval trat auf, und der Fanfarenzug »Hansa Gießen« heizte die Stimmung weiter an. Schließlich ein Gardetanz der Großen, denen der Showtanz der »Sterne« (die mittlere Tanzgruppe der »Blauen Raben«), aber ein wenig die Show stahl. Zwei Zugaben mussten schon sein. Mit einer »Rakete« dankte die Narrhalla.

Mit Stimmungsliedern lag Marc Laenders genau richtig: »Aloha He«, »Sie hatte nur noch Schuhe an« und »In Hessen ist jetzt Fassenacht«. Da blieb selbst der Elferrat nicht mehr ruhig sitzen. Den Bolzenorden der Kampagne für die größtmögliche Dummheit erhielt Damian Kott, Mitglied der »Wilden Raben« (Nachwuchs für den Elferrat), von Prinzessin Martina überreicht. Offenbar kommen bei ihm des öfteren Handys abhanden. Familiär wurde es beim Einzug de befreundeten Prinzenpaare aus Laubach, Stadtallenorf und Marburg.

Noch ein Sänger, Lance Mikel, entpuppte sich als Stimmungskanone – mit Songs von Louis Armstrong und Elvis Presley. Für den Abschluss und Höhepunkt der Prunksitzung sorgte die Garde mit ihrem Showtanz: eine Revue auf dem Traumschiff Aida.

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