19. Januar 2011, 19:05 Uhr

Umweltministerium bestätigt: Es ist ein Wolf

Linden/Pohlheim (süd/agl). Gestern am frühen Abend kam die Bestätigung vom Umweltministerium in Wiesbaden: »Das Tier, das letzte Woche bei Gießen gesichtet wurde, ist wahrscheinlich ein Wolf«, teilte die Pressestelle von Ministerin Lucia Puttrich mit. Zu diesem Ergebnis kam ein Genetiker am Senckenberg-Institut in Gelnhausen.
19. Januar 2011, 19:05 Uhr

Der Wolf in Pohlheim. (Foto: Schmandt)

Linden/Pohlheim (süd/agl). Gestern am frühen Abend kam die Bestätigung vom Umweltministerium in Wiesbaden: »Das Tier, das letzte Woche bei Gießen gesichtet wurde, ist wahrscheinlich ein Wolf«, teilte die Pressestelle von Ministerin Lucia Puttrich mit. Zu diesem Ergebnis kam ein Genetiker am Senckenberg-Institut in Gelnhausen.

Dr. Carsten Nowak hatte zwei Haarproben untersucht, die an einem Unfallwagen sichergestellt wurden. Die Fahrerin war auf der A 45 mit einem Tier zusammengestoßen, das ihrer Aussage nach einem Wolf ähnlich sah. Die Untersuchung ergab, dass es sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um einen Wolf handelt, hieß es am Mittwoch aus dem Ministerium.

Zuletzt im Pohlheimer Süden gesehen

Das Ergebnis zeigt, dass das Tier aus einer italienisch-schweizerisch-französischen Wolfspopulation und damit aus diesem Gebiet stammt. Ob der Vierbeiner selbstständig über Süddeutschland zugewandert oder auf andere Weise nach Hessen gelangt ist, bleibe unklar. Dass das Tier im Raum Gießen bleibe, sei unwahrscheinlich, da das Gebiet zu zerschnitten und zu stark besiedelt sei. Der Wolf liebe die Ruhe, hieß es aus dem Ministerium.

Zuletzt war das Tier am Wochenende von einer Radfahrerin gesichtet worden. Auch ein Redaktionsmitglied der Gießener Allgemeinen Zeitung hatte den Wolf am Sonntagnachmittag gesehen, und zwar am Limes bei Grüningen. Von dort lief der Wolf - immer noch am lädierten rechten Hinterbein humpelnd - in Richtung der Aussiedlerhöfe bei Holzheim.

Für Aufregung hatte der Wolf gesorgt, seitdem er am Montag vergangener Woche zwischen Leihgestern und Watzenborn-Steinberg von Anwohnern gesehen und dann von Polizei, Jägern und einem Tiermediziner gesucht worden war.

44 Prozent der »User« lagen richtig

Der Wolf war der Gießener Allgemeinen auch eine Internet-Umfrage wert. Dabei hat sich allerdings gezeigt, dass die Mehrheit derjenigen Nutzer, die abgestimmt haben, in Sachen »Wolf« nicht den richtigen Riecher hatte, denn 56 Prozent waren der Ansicht, dass es sich bei dem Tier nicht um einen Wolf handeln würde; 44 Prozent lagen hingegen richtig. Zugegebener Weise konnten die Nutzer lediglich auf ein einziges Foto zurückgreifen, das die Gießener Allgemeine Zeitung veröffentlicht hat. Nur wenige Menschen dürften den Wolf hingegen »live« gesehen haben, wie er durch den Landkreis zog.

Bestätigt: Ein Wolf mehr in Hessen Mutmaßlicher Wolf ist nicht zu fassen Ist der Pohlheimer Wolf ein Wolf - oder nur ein Hund?

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