18. Februar 2016, 17:33 Uhr

Teutonia ist verärgert über die Stadt

Pohlheim (chh). Auf dem Spielfeld kann der Teutonia aus Watzenborn-Steinberg derzeit keiner das Wasser reichen, der Parkplatz am Sportplatz »Neumühle« ist dafür alles andere als erstklassig. Der Spitzenreiter der Hessenliga will daher den Parkplatz sanieren. Am Montag beschäftigte sich der Bauausschuss mit dem Thema.
18. Februar 2016, 17:33 Uhr
Der Teutonia-Parkplatz soll saniert werden. Was aus dem Wertstoffhof wird, ist noch offen. (Foto: Günther Dickel)

Das Ergebnis: Die Mitglieder sprachen sich einstimmig (SPD und FW enthielten sich) für eine Empfehlung aus, die folgende Punkte vorsieht: Der auf dem Parkplatz angesiedelte Wertstoffhof wird auf Kosten der Stadt verlegt. Für die Erneuerung der Oberfläche der Parkfläche gibt es einen Zuschuss von 30 000 Euro. Außerdem soll der Verein mit dem Land als Eigentümer des Grundstücks die Konditionen der Sanierung klären. Und vor allem: Die Kosten für den Umbau muss der Verein tragen. Eine Entscheidung, die Teutonia-Geschäftsführer Jörg Fischer heftig kritisiert. Doch der Reihe nach.

Zu Beginn hatte Sven Ackermann vom Büro Kolmer & Fischer die Pläne vorgestellt, gleichzeitig aber darauf hingewiesen, dass es sich lediglich um einen groben Entwurf handele. Die »wüste Schotterfläche« solle einer Asphaltdecke weichen, zudem seien zusätzliche Parkplätze an der Stelle vorgesehen, wo derzeit noch der Wertstoffhof angesiedelt ist. Die Planungskosten werde Kolmer & Fischer selbst übernehmen. Kein Wunder: Teutonia-Chef Fischer gehört das Planungsbüro.

Ulrich Sann von den Freien Wählern konnte sich mit den Plänen nicht anfreunden. Er regte als Oberfläche mit Split gefüllte Kunststoffwabengitter an. Das sei nicht nur günstiger, auch das Wasser könne absickern.

Den anderen Ausschussmitgliedern ging es in erster Linie um den Wertstoffhof. Zwar bestand Einigkeit darin, dass der jetzige Standort nicht optimal sei, Eckart Hafemann von den Grünen sorgte sich aber, eine Umsiedlung könnte größere Verkehrsströme nach sich ziehen. Peter Alexander (SPD) und Ewald Seidler (FW) wollten daher von Bürgermeister Udo Schöffmann wissen, welche Alternativstandorte angedacht seien. Doch der Rathauschef verweigerte die Auskunft, die Verhandlungen liefen noch. Stattdessen wies er auf die Spielpläne der Teutonia hin. Wenn man heute keine Entscheidung treffe, könne der Verein die Sommerpause nicht zum Umbau nutzen. Fabian Schäfer (FDP) kritisierte, der Bürgermeister baue wie schon bei anderen Themen unnötig Druck auf. Alexander pflichtete ihm bei. Er sprach von einer »Friss-oder-stirb-Mentalität«.

Und die Teutonia? Die ist über die Entscheidung alles andere als glücklich. Kein Wunder: Im Haushalt waren für den Parkplatzumbau 230 000 Euro vorgesehen. Gegenüber der GAZ erklärte Schöffmann, die Magistratsmitglieder hätten sich in ihrer jüngsten Sitzung entschlossen, lediglich einen Zuschuss von 30 000 Euro zu gewähren. Die Ausschussmitglieder schienen am Montag kein Problem damit zu haben – ganz im Gegenteil zu Teutonia-Geschäftsführer Jörg Fischer. Mit 30 000 Euro sei bestenfalls ein neuer Schotterbelag möglich, sagte Fischer gegenüber der GAZ. »Dann sieht es im nächsten Jahr aber wieder aus wie heute. Das ist Flickschusterei.« Er wolle jetzt den Kontakt mit der Stadt suchen, um die Beweggründe zu erfahren: »Das ist alles schon sehr merkwürdig. Natürlich sind wir ein Stück weit enttäuscht.« (Foto: gdp)

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