Riesenhaus aus genau 8803 Tetrapaks

Pohlheim (rge). »Pohlheim, Ihr seid Spitze!«, rief Organisator Hauke Burghardt voller Glück aus, als das Endergebnis des Rekordversuchs zum weltgrößten Tetrapak-Hauses mitgeteilt wurde. Mit 8.803 Tetrapak-Kartons wurde ein Rekordhaus gebaut, das in seinen Ausmaßen aus dem genutzten Verpackungsmaterial weltweit seinesgleichen sucht.
27. Juli 2008, 22:46 Uhr
Das ist Spitze! Der Rekord steht! 60 Kinder, die Helfer, Bürgermeister Schäfer und Kreisbeigeordneter Philipp zeigen mit dem Daumen nach oben. 8803 Tetrapaks wurden verbaut. (Foto: rge)

Pohlheim (rge). »Pohlheim, Ihr seid Spitze!«, rief Organisator Hauke Burghardt voller Glück aus, als das Endergebnis des Rekordversuchs zum weltgrößten Tetrapak-Hauses mitgeteilt wurde. Mit 8.803 Tetrapak-Kartons wurde ein Rekordhaus gebaut, das in seinen Ausmaßen aus dem genutzten Verpackungsmaterial weltweit seinesgleichen sucht. 7800 Kartons wären für den Rekord notwendig gewesen, die Pohlheimer schafften über 1000 mehr.

Mit einer Länge von 11,8 Metern und einer Breite von 7,6 Metern hat das Gebäude 318 Kubikmetern umbauten Raum. Die Seitenwände sind 2,80 Meter hoch und bis zum Schornstein wurden stolze 4,30 Meter gemessen. Fenster und Türen fehlen auch nicht. Und das alles nur aus Tetrapak-Kartons staunten auch Pohlheims Bürgermeister Karl-Heinz Schäfer und der ehrenamtliche Kreisbeigeordnete Karl-Reinhard Philipp nicht schlecht. Beide bescheinigten hochoffiziell mit ihren Unterschriften den Rekord, der nun ins Guiness-Buch der Rekorde eingetragen werden soll. Beide Politiker sparten nicht mit Lob für die 60 Kinder, aber auch für die Organisatoren und die 56 Helfern von der Freien Evangelischen Gemeinde, die die Aktion »DayCamp« im Rahmen der Pohlheimer Ferienspiele veranstalteten. »Eine solch tolle Aktion der Pohlheimer Jugend trägt den Ruf unserer Stadt in die ganze Welt«, freute sich Bürgermeister Schäfer mit den Kindern. Sogar Radio HR3 und FFH berichteten dieser Tage live vom Rekordversuch im DayCamp der Pohlheimer Ferienspiele auf der Mockswiese.

Zuvor hatten die Kinder, die meisten im Alter zwischen acht und zwölf Jahren, drei Tage lang bei heißem Sommerwetter die Kartons gelocht verbunden und unter Anleitung mit Kordeln verknüpft. Das ganze wurde dann Zug um Zug rund um ein Gerüst befestig, so dass das Haus für die Kinder sichtbar langsam Konturen bekam. Kerstin und Steffen Thielmann sowie Hauke Burghardt vom Organisationsteam sorgten dafür, dass in dem DayCamp-Lager auf der Mockswiese rund um die Baustelle alles reibungslos mit Arbeit, Spaß, Spiel und Versorgung ablief. Hartmut Schunkert war als Statiker für die Sicherheit am Bau zuständig. Zweifel kamen so nie auf, dass es nicht klappen könnte. So schufen Alt und Jung gemeinsam in »harter Arbeit«, wie zugegeben wurde, das Tetrapak-Haus aus Kunststoff und Pappe.

Burghardt dankte im Namen der Initiatoren insbesondere der Stadt Pohlheim und persönlich Bürgermeister Schäfer, dem Pohlheimer Kinder- und Jugendbüro sowie allen Sponsoren für die logistische und materielle Unterstützung, ohne die der Rekord niemals hätte stattfinden können. Letztendlich waren auch die Pohlheimer selbst fleißig beim Kartonsammeln dabei, so dass genügend Material zum Hausbau bereit stand. Für die Sponsoren hatten die Veranstalter als kleines Dankeschön Geschenke vorbereitet: Passend zur Aktion gab es einen Liter Milch -natürlich im Tetrapak- sowie ein Gruppenfoto der teilnehmenden Kinder. Jetzt werden die Bestätigungsurkunden mit den Unterschriften von Schäfer und Philipp, sowie Bild- und Pressematerial zur Beweisdokumentation an die Guiness-Weltrekordredaktion zum Eintrag weitergeleitet. Am Sonntag klang das DayCamp mit einem Gottesdienst neben dem Rekordhaus aus. Am Montag werden die Kartons ihrer letzten Bestimmung zugeführt. Das Entsorgungsunternehmen der ZAUG bringt sie dann zur Reststoffverwertung. Vielleicht werden sie als neue Milch oder Orangensaftkartons irgendwann frisch recycelt wieder in den Supermarktregalen stehen. Den Kindern hat es auf jeden Fall Riesenspaß gemacht beim Weltrekord des Tetrapak-Hauses dabei gewesen zu sein.

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