06. August 2012, 16:33 Uhr

Bouffier würdigte Grüninger Burg als »Juwel für Pohlheim«

Pohlheim (sch) Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier und seine Ehefrau Ursula besuchten am Sonntag die Grüninger Burg. Bouffier verlieh dabei auch seiner Verbundenheit zum Heimatverein und seinem Dank für großes Engagement Ausdruck.
06. August 2012, 16:33 Uhr
Vorsitzender Karl Breuer (von rechts), Ortsvorsteher Bodo Marsteller, Bürgermeister Karl-Heinz Schäfer, Ursula Bouffier, Ministerpräsident Volker Bouffier, Manfred Blechschmidt und Werner Bender beim Burgcafé. (Foto: sch)

»Auch in der globalisierten Welt braucht der Mensch eine Heimat. Der Burg-Verein leistet Großartiges – nicht nur in der Restaurierung der Burg, sondern auch als Treffpunkt und Identifikationsort in Grüningen. Herzlichen Dank für diese Arbeit, weiter viel Erfolg, viele Besucher und die verdiente Aufmerksamkeit. Herzlich Ihr Volker Bouffier.« Dies schrieb der Hessische Landesvater am Sonntag bei seinem Besuch in der Grüninger Burg in das neue (zweite) Gästebuch des Heimatvereins. Bei seinem ersten Besuch in der Grüninger Burg am 30. April 1990 hatte sich Bouffier seinerzeit als Erster im damaligen Gästebuch verewigt. Am Sonntag wurde nun mit einer Widmung Bouffiers die letzte Seite dieses Buches beschrieben. Zum Burgcafé, das von Mai bis August jeweils am ersten Sonntag im Monat stattfindet, hatte der Heimatverein den Ministerpräsidenten und seine Gattin Ursula eingeladen. Und Bouffier, der nicht mit leeren Händen kam, bekam vom Vorsitzenden Karl Breuer drei Burgheller überreicht.

Vor Ort waren unter anderem viele Heimatfreunde, Burgfrauen und Burgmänner, darunter Vizevorsitzender Reinhold Hahn, Schriftführerin Elvira Muth, der ehemalige langjährige Vorsitzende Werner Bender, Manfred Blechschmidt (ehemaliger Kreisdenkmalpfleger), Bürgermeister Karl-Heinz Schäfer und Ortsvorsteher Bodo Marsteller. Breuer dankte den Burgfrauen, die mit ihrem Einsatz und Kuchenbacken erst das Öffnen des Burgcafés möglich machen. Rund 20 Kuchen und Torten hatten die Burgfrauen gebacken, der voll besetzte Palas platzte förmlich aus den Nähten. Zu den überaus zahlreichen Besuchern gehörten auch der ehemalige Grüninger Pfarrer Heinrich Blum mit Gattin Erdmunde sowie die Stadträte Reinhard Peter und Nohman Nohman.

»Anerkennung für Ihre Arbeit«

Zu Grüningen habe Bouffier, seit 1990 auch Mitglied im Heimatverein, eine relativ enge Beziehung, wie er betonte. Wenn man die Burg dort mit den klassischen Burgruinen in der hiesigen Gegend vergleiche, sei dies eher ein verdecktes Juwel. Ohne Manfred Blechschmidt, der sich seit über 40 Jahren um die Belange des Denkmalschutzes einsetzt, gäbe es das nicht. Bouffier: »Nehmen Sie meinen heutigen Besuch als Anerkennung für Ihre Arbeit. Die Burg ist sicher auch ein Stück Juwel für Pohlheim. Ich freue mich hier auf die Begegnung und auf den Kuchen.«

Beim Rundgang nach dem Kaffeetrinken erfuhren die prominenten Gäste von Blechschmidt und Bender, dass die Wasserburg in Grüningen schon vor 1300 bestanden hat. Mit den Restaurierungsarbeiten an der Burgruine hatte der Heimatverein am 3. Juni 1983 begonnen. Am Anfang der Arbeit, die nun schon seit fast 30 Jahren andauert, fanden die Heimatfreunde ein heilloses Durcheinander mit schulterhohem Gras, Brennnesseln, Sträuchern und Bäumen sowie eingestürzte Mauerteile vor. Im Turm wurde 8,60 Meter tief gegraben. Bei den Ausgrabungsarbeiten wurden rund zehn Zentner Scherben gefunden, wie Blechschmidt, der eigentliche Initiator der Ausgrabungen und gleichzeitig Betreuer aller Arbeiten, unterstrich.

Einige Funde waren ausgestellt, und die Experten Blechschmidt und Bender beschrieben sie detailliert. Darüber hinaus wurden die umfangreichen Arbeiten mit großformatigen Bildern dokumentiert. Boufiier und seine Frau ließen sich auch die in der Burg befindliche Schmiede erklären und genossen abschließend vom Burgturm aus einen Blick über Grüningen. Beide genossen den 90-minütigen Aufenthalt in Grüningen, nicht nur weil sie dort viele bekannte Gesichter sahen, sondern sie fühlten sich dort sehr wohl und verließen voller Bewunderung die Burg, um einer weiteren Verpflichtung in Butzbach nachzugehen. Am Rande des Besuchs verriet Bouffier, dass er wöchentlich mehrere hundert Einladungen bekomme.

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