22. Juli 2015, 16:33 Uhr

Lebensgefahr durch verstreutes Rattengift in Lollar

Unbekannte haben entlang der Lumda in Lollar Rattengift verteilt. Die Stadt warnt nun vor Lebensgefahr für spielende Kinder und Hunde. Bei Kontakt mit dem Gift solle man einen Arzt aufsuchen. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
22. Juli 2015, 16:33 Uhr
Symbolbild. (Foto: DPA Deutsche Presseagentur)

Lollar (pad/pm). In Lollar wurde von Unbekannten entlang der Lumda Rattengift verstreut. Daher warnt die Stadt nun vor Gefahren für Mensch und Tier. Bei Kontakt bestehe akute Lebensgefahr.

Entlang des Bachlaufs wurden die bunten Giftkügelchen, eingepackt in Alufolie, gefunden. Auch auf Höhe des Spielplatzes an der Schur fand sich das Gift – mitten im Zentrum der Stadt, lebensgefährlich für spielende Kinder.

Um eine offizielle Rattenbekämpfungsaktion der Stadt handele es sich nicht, sagte Benjamin Weitzel vom Ordnungsamt auf Anfrage der Gießener Allgemeinen Zeitung. Solche würden in Lollar über den Abwasserzweckverband Lollar-Staufenberg organisiert, jedoch die Giftköder nur im Kanalnetz ausgebracht, wo weder Hund noch Mensch drankommen. Bei überirdischer Bekämpfung kämen spezielle Ködersysteme zum Einsatz, bei denen nur Ratten an die Giftköder gelangen könnten. Damit würden zudem nur professionelle Schädlingsbekämpfer beauftragt.

Diese waren im vorliegenden Fall jedoch sicherlich nicht am Werk. »Bitte beaufsichtigen Sie Ihre Kinder. Bereits bei den geringsten Anzeichen einer Vergiftung, beispielsweise Unwohlsein, dürfen Sie keine Zeit mehr verlieren«, warnt die Verwaltung. »Sie sollten unverzüglich einen Arzt aufsuchen.« In akuten Fällen hilft auch die 112 sowie der Giftnotruf Mainz unter 06 13 1/1 92 40.

Bislang keine Verletzten

Bisher lägen keine Hinweise darauf vor, dass Hunde oder Menschen zu Schaden kamen. Es wird jedoch geraten, Hunde nicht frei laufen zu lassen. Besteht der Verdacht, dass ein Hund Rattengift gefressen hat, sollte man umgehend den Tierarzt aufzusuchen.

Die Polizei hat nun die Ermittlungen aufgenommen, da es sich um eine Straftat handelt. Hinweise über Funde und auf verdächtige Beobachtungen nimmt zudem die Stadtverwaltung (06 40 6/9 20-1 30) entgegen.

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