18. November 2014, 10:28 Uhr

Ghirmay Habton aus Lich legt afrikanisches Kochbuch vor

Lich (nab). Eine kulinarische Reise durch den afrikanischen Kontinent bietet das unlängst erschienene Buch »Kochen und Essen wie in Afrika. Rezepte der Einwanderer von Marokko bis Südafrika«. Herausgeber ist Ghirmay Habton, der Betreiber des Licher Kultur-Restaurants »Savanne«.
18. November 2014, 10:28 Uhr
Trugen zum Gelingen des Buches bei: Florentine Rivo (Madagaskar), Hans-Otto Wack, Ghirmay Habton, Volker Brandes, Holger Hentschel, Alicia (Madagaskar) und Proscovia Viehl aus Uganda (v.l.). (Foto: nab)

Am Samstag präsentierte er das Werk gemeinsam mit Holger Hentschel, der die Rezepte notiert und die Gerichte fotografiert hat, sowie Verleger Volker Brandes.

Über zehn Jahre habe es gedauert, bis er das Kochbuch – »eine Herzensangelegenheit« – druckreif hatte, berichtete Habton, der 1980 aus Eritrea geflohen war. Die darin enthaltenen landestypischen Gerichte sind meist einfacher Natur. Um Zutaten und Zubereitung aufzuschreiben, hatte der Gastronom die aus den unterschiedlichsten afrikanischen Regionen stammenden Menschen nach Lich eingeladen, damit sie dort die Speisen ihrer Heimat kochen und darüber erzählen konnten. Das Spektrum reicht von Marokko bis Südafrika, vom Senegal bis Eritrea, von Suppen über Hauptgerichte bis zu Süßspeisen. Und bis hin zu den teilweise exotischen Gewürzen.

Auf den 168 Buchseiten findet man Tipps zum Einkauf ebenso wie Informationen über Favoriten der Köche und Essgewohnheiten in deren Herkunftsländern. Manche Beteiligte erzählen gar ihre Lebensgeschichte. Einer davon ist Majid Boudalfa aus Frankfurt, geboren in Menkes in Zentralmarokko. Er spielt die traditionelle Gimbri in der Musikgruppe »Gnawa-Ganouma«, die zur Buchpräsentation in der »Savanne« auftrat. Dr. Hans-Otto Wack aus Hattenrod nutzte das Besucherinteresse, um von seinem Verein »Wasser für Menschen« zu berichten. Im ländlichen Oruchinga Valley in Uganda baut der Verein zusammen mit einer gemeinnützigen lokalen Partnerorganisation das Projekt Oru-Water auf. Das Oruchingatal beherbergt unter anderem große Flüchtlingslager. Fast jedes zweite Kind unter vier Jahren sterbe dort an verschmutztem Wasser. »Keramische Wasserfilter, hergestellt aus den örtlichen Lehmvorkommen, erzeugen trinkbares Regen- und Oberflächenwasser und schaffen Arbeitsplätze«, berichtete Wack. Auch der Bau von Regenwasserzisternen sei eng verknüpft mit dem Projekt (www.wa-me.de).

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