27. September 2011, 11:25 Uhr

Neues Puppenstuben-Museum in Laubach öffnet am Samstag

Laubach (tb). Wenn am Samstag das Pubenstuben-Museum seine Pforten für die Öffentlichkeit öffnet, kann sich Laubach über ein neues Kleinod freuen. In einer von Grund auf renovierten Scheune neben dem Cafe Göbel (Friedrichstr. 4) haben 80 Exponate aus der Sammlung von Monika Prinzessin von Hannover eine neue Heimat gefunden.
27. September 2011, 11:25 Uhr
Erste Einblicke ins Puppenstuben-Museum Laubach, in dem rund 80 Exponate aus der Sammlung von Monika Prinzessin von Hannover zu bewundern sind.

Ihre Sammelleidenschaft dürfte bereits – zumindest im Kreis der weitläufigen Verwandtschaft – mit dem Attribut »sprichwörtlich« geadelt worden sein. So manches Ding (nicht nur vom Dach), um das andere buchstäblich nicht viel Aufhebens machen, wurde für Monika Prinzessin von Hannover (82) zum »Objekt der Begierde«. Vor allem Puppenstuben haben es der Witwe von Ernst August IV. Prinz von Hannover, der geborenen Gräfin zu Solms-Laubach, angetan. Aus ihrem einzigartigen Fundus historisch wertvoller Stücke, das älteste aus 1820, rekrutiert sich das neue Puppenstubenmuseum Laubach. Prädikat: »sehenwert«.

Im Frühjahr 2009 war Monika von Hannover von Gut Calenberg nach Laubach zurückgekehrt. Und mit ihr die riesige Puppenstubensammlung. »Wohin damit?« Die nahezu ideale Heimstatt war bald gefunden: In einer Scheune neben dem Café Göbel-Eggebrecht (die GAZ berichtete).

Von der ersten Idee bis zum Abschluss der Restaurierung des denkmalgeschützten Fachwerkensembles und der Museumseröffnung an diesem Samstag, 1. Oktober, sollten vier Jahre vergehen. »Wir hätten uns nicht träumen lassen, dass das so ein Riesenprojekt wird«, räumt Annette Eggebrecht ein. Sie gehört neben Herwig Krüger, Ariane Brinks und Karl-Anton Koenigs zu den »Müttern und Vätern« des neuen Museums.

Ihr »Baby« ist wahrhaftig ein Kleinod. Auch wenn Ladesregierung, Landesamt für Denkmalschutz, örtliche Sparkassen- und Stadtwaldstiftung Zuschüsse gewährten, »rund 90 Prozent der Kosten«, so stellte Herwig Krüger heraus, »werden von privat getragen.« Eine erhebliche Summe gab Prinzessin Monika, Gebäude und Grundstück die befreundete Familie Eggebrecht.

Von solchen privaten Investitionen in ein neues kulturelles Highlight dürfte die Stadt insgesamt profitieren – Laubach zählt mit gut 60 000 Übernachtungen per anno ohnedies zu den Tourismushochburgen im Kreis. Ideen für eine Kooperation gibt es längst, etwa in Gestalt eines Nostalgie-Wochenendes in der Nachfolge des Drehorgeltreffens.

Wer das Museum in der Friedrichstraße 4a besucht, der sollte sich Zeit mitbringen. Doch auch ein erster flüchtiger Blick vermittelt die Faszination dieser kunstvollen Miniaturwelt, versammelt in 80 Puppenstuben aus den Epochen Jugendstil, Gründerzeit und Biedermeier.

Nach einem Kinderzimmer der Stifterin mit gleichsam riesigen Spielsachen betritt der Besucher diese »große Welt im Kleinen«: In abgedunkelten Räumen lädt nun jede einzelne Puppenstube, noch das kleinste Detail ist hier ins rechte Licht gerückt, zu einer Zeitreise ein. Und längst vergangene kleine Kinderwelten, als der Kaufmann Zucker und Mehl, und vor allem Bonbons noch lose verkaufte, leben wieder auf.

Geöffnet Di - Fr: 14 - 17 Uhr ;Mi: 14 - 20 Uhr; Sa - So: 11- 17 Uhr. Eintritt 5 Euro (inkl. Audio-Guide), Kinder (unter 14) 3 Euro. Für Gruppen a b zehn Personen empfiehlt sich eine Voranmeldung unter Tel. 06405/5053300. Email: info@puppenstuben-museum.com/Homepage: www.puppenstuben-museum.com (in Vorbereitung).

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