13. Juni 2010, 21:08 Uhr

Traktor-Treffen lockte Tausende nach Villingen

Hungen (tr). Nach dem Melderekord für die zweite Auflage des ADAC-Traktor-Treffens am Sonntag war Villingen im Traktor-Fieber. 120 Fahrer hatten sich mit ihren Maschinen zu den Ausfahrten angemeldet, weitere 100 waren nach Villingen kommen und wurden rund um die Linde von den sicherlich über 5000 Besucher bestaunt. Sonnenschein und angenehme Temperaturen sorgten für beste Voraussetzungen.
13. Juni 2010, 21:08 Uhr
Siegerehrung beim Villinger Traktor-Treffen. Pokale gab es für die Sieger der einzelnen Klassen. Darüber hinaus wurden zahlreiche Sonderpreise vergeben. Der Titel »dollstes Dorf« ging wie schon 2009 nach Röthges.

Veranstaltete wurde das Treffen wiederum vom ADAC Hessen-Thüringen in Zusammenarbeit mit dem MSC Horlofftal, dem Bauernverband und des Bezirksverbandes der Landfrauen. Den ältesten Traktor hatte mit seinem Lanz Glühkopf Baujahr 1940 Jochen Schmidt aus Buseck vorzuweisen, den schönsten hatte Ilona Wagner aus Linden: einen englischen Pflugschlepper David Brown, Baujahr 1956. Mit 17 Teilnehmern war Ruppertsburg am stärksten vertreten, das dollste Dorf war wie im letzten Jahr Röthges mit Wolfgang Emrich, Oliver Emrich und Thorsten Kühn, die die meisten Punkte erzielt hatten. Als Fahrerinnen mit dem originellsten Outfit wurden Nicole und Nadine Lehr (Ruppertsburg) geehrt. Den Titel bei den Männern holte Christopher Lehr aus Ruppertsburg, der von Katja Leib unterstützt wurde. Bei »Bauer malt Frau« holte sich Thomas Emrich aus Röthges den ersten Platz. Einen Sonderpreis gab es auch für den Teilnehmer mit der weitesten Anreise. Das war Reinhard Höfler aus Österreich.

Ab 10 Uhr waren im Minutentakt die 120 Traktoren auf Tour gegangen. Sie starteten an der Fulda-Showbühne am Lindenplatz, wo Sprecher Hans-Ekkehard Weber (Wiesbaden sie den zahlreichen Besuchern vorgstellte. Schon am Villinger Sportplatz wartete die Aufgabe »Bulldog-Ballack«. Die Fahrer mussten einen überdimensionalen Ball mit der Traktor-Schnauze in ein Tor »kicken«. Anschließend ging es über Feld- und Waldwege nach Ruppertsburg, wo die Landfrauen das Geschick der Fahrer auf eine bis dahin geheime harte Probe stellten: Sie mussten einen Knopf annähen. Zeit und korrekte Ausführung wurden benotet. Zurück in Villingen konnten die Fahrer eine kleine Verschnaufpause einlegen.

Um 13 Uhr erfolgte der Start zur zweiten Etappe, die mit zwei zusätzlichen Sonderaufgaben durchs Villinger Feld führte. Start und Ziel nutzen zwei Jury-Gruppen, um den »schönsten Traktor« und auch »den Fahrer im originellsten Outfit« zu küren. In der Traktor-Jury saße der Präsident des ADAC Hessen-Thüringen Dr. Erhard Oehm, der Geschäftsführer der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft Dr. Reinhard Grandke, der Geschäftsführer der Gemeinnützigen Haftpflichtversicherung Wilhelm Kins, Erhard Schneider von der DEKRA und Manfred Paul vom Bauernverband Gießen/Lahn-Dill. Das originellste Outfit bewerteten die Bezirksvorsitzende der Landfrauen Christel Gontrum, der Villinger Ortsvorsteher Gerhard Rupp und die neue Hungener Brunnenkönig Regina Koch und der Villinger Zwiwwelkönig Andy Meckel.

Großes Interesse erweckten bei den Besuchern natürlich auch die zahlreiche Schätzchen in der Ausstellung rund um die Bahnhofstraße und in der Hungener Straße. Insgesamt waren über 200 Traktoren der Baujahre 1935 bis 2010 zu sehen. Sie leisten zwischen acht und 360 PS und boten einen Blick auf die Technik ganzer Epochen. GTÜ-Prüfingenieur Bernd Albert checkte vor dem Start den verkehrssicheren Zustand aller Traktoren. Mit dabei waren natürlich auch viele Lanz und Hanomag sowie die neuen Super-Schlepper von Claas, Deutz, Fendt und John Deere. Bereits ab acht Uhr boten die Mitglieder des MSC für die Fahrer ein Weißwurstfrühstück an. Den ganzen Tag über sorgten über 100 Helfer des MSC an mehreren Ständen für die Verpflegung der über 5000 Gäste. Für die Kinder organisiert der Kindergarten Villingen und dessen Förderverein vor dem Dorfgemeinschaftshaus einen Malwettbewerb zum dem Thema »Rund um den Bauernhof«. Die Malaktion war freiwillig. Die Fahrer hingegen mussten ebenfalls zum Stift greifen: »Bauer malt Frau« hieß eine Wertungsaufgabe am Landfrauenstand. Es gab auch eine andere Version: »Frau malt Bauer«, nämlich dann, wenn eine Frau am Steuer saß.

Vor der Siegerehrung dankte MSC-Vorsitzender Möll allen Helfern, die den ganzen Tag über für einen reibungslosen Ablauf gesorgt hatten. Allen voran Thomas Roßhirt, der die Aufgaben ausgearbeitet und auch ausgewertet hatte. Eine Dankeschön ging auch an die Stadt Hungen, den Ortsvorsteher, die Landfrauen, den Bauernverband und die Feuerwehr, die die Verkehrslenkung übernommen hatte.

Erster Stadtrat Herbert Engel zeigte sich überrascht über die Dimension der Veranstaltung und zeigte sich zuversichtlich, dass das Traktortreffen zur Dauereinrichtung werden kann. Zunächst vergab Möll - wie eingangs erwähnt - bei der Siegerehrung die Pokale für die Sonderwertungen. Pokale nahmen auch die Gewinner der einzelnen Klassen entgegen. Klasse 2: Stephan Gernand (Hungen), Klasse 3a Wolfgang Emrich (Röthges), Klasse 3b Thomas Emrich (Röthges), Klasse 4 Helmut Schwarzhaupt (Wetterfeld), Klasse 5 Manfred Rust (Buseck) und Klasse 6 Thorsten Kühn (Röthges).

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