17. Februar 2012, 17:23 Uhr

Hungener Stadtarchiv zieht nach Hof Graß um

Hungen (pm). Ein guter Tag für das Hungener Stadtarchiv und ein verspätetes Weihnachtsgeschenk: Die Räume in Haus IV auf Hof Graß sind fertig, die Bücherregale stehen, die wertvollen Bestände können eingeräumt werden. Alles wird vorbereitet zur Öffnung des neuen Domizils.
17. Februar 2012, 17:23 Uhr
Stadtarchivar Erhard Eller, Bürgermeister Rainer Wengorsch, Peter-Hans Hög und Barbara Jehring vom OVAG-Wasserwerk sowie Fachbereichsleiter Dirk Siebert (von links) freuen sich gemeinsam über die neuen Räume fürs Stadtarchiv. (Foto: pm)

Zur feierlichen Schlüsselübergabe trafen sich nun Bürgermeister Rainer Wengorsch, Dirk Siebert, Fachbereichsleiter Zentrale Dienste, Stadtarchivar Erhard Eller und Vertreter der OVAG, der das alte Hofgut gehört.

Bisher lagerten die wertvollen Dokumente, die es aus Hungens Stadtgeschichte noch gibt, unter anderem im Keller der Stadtverwaltung – darunter Gerichtsbücher von Hungen ab 1410, Urkunden ab 1459, Rechnungen ab 1508, sowie viele alte Karten und Pläne, Marktbücher, Bürgerregister, Hypothekenbücher, alte Zeitungsausschnitte zur Stadtgeschichte und Fachliteratur. Eine wahre Fundgrube für Historiker also. Doch der Zahn der Zeit nagte an den Dokumenten, da im Keller keine ideale Temperatur und Luftfeuchtigkeit herrschten.

Insgesamt 1,4 Millionen Euro kostet der Neubau des Hauses laut Peter-Hans Hög, Leiter des Bereiches Wasser bei der OVAG undverantwortlich für das alte Gut. Mit 300 000 Euro beteiligt sich die Stadt Hungen. Das Geld stammt aus dem Konjunkturprogramm des Landes Hessen. Im Gegenzug stellt die OVAG der Stadt die Räume langfristig zur Verfügung, also für mindestens 25 Jahre. Damit hat das Stadtarchiv ab sofort etwa 240 Quadratmeter Platz im ersten Stockwerk und kann zusätzlich den ausgebauten Dachboden als Lagerraum nutzen – Raum für Entwicklung also. Nach und nach sollen auch die Bestände der Archive der Stadtteile zusammengeholt und eingeordnet werden. Betreut wird das Stadtarchiv weiterhin von Erhard Eller.

Im Haus ist eine extra starke Decke eingezogen, da das Archiv jeden Quadratmeter etwa fünfmal so stark belastet wie eine normale Wohnraumnutzung. Das neue Stadtarchiv soll auch die Türen öffnen für Personen, die ein berechtigtes Interesse haben. Die Stadtverwaltung erarbeitet gerade eine Archivordnung. Außerdem gibt es Überlegungen für eine feste Öffnungszeit.

Bürgermeister Rainer Wengorsch äußerte sich erfreut über die neuen zukunftsweisenden Räumlichkeiten für das Hungener Stadtarchiv: »Wir müssen wissen, woher wir kommen, um zu wissen , wohin wir gehen müssen. Das neue Stadtarchiv wird hierzu einen wesentlichen Beitrag leisten.«

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