10. September 2010, 18:04 Uhr

Der Utpher Schicksaal und der alte Meister

Ganz und gar nicht gewöhnlich ist die Öffentlichkeitsarbeit von »Der Schicksaal«. Schon der Name, den Natalie Tomas für ihren Friseursalon im Hofgut Utphe wählte, hat was. Nicht nur der von einem Gewölbe gekrönte Saal ist chic - sondern auch das Personal. (Dass dies zudem auf die Kreationen der Coiffeure zutrifft, setzen wir mal selbstredend voraus.)
10. September 2010, 18:04 Uhr

Ganz und gar nicht gewöhnlich ist die Öffentlichkeitsarbeit von »Der Schicksaal«. Schon der Name, den Natalie Tomas für ihren Friseursalon im Hofgut Utphe wählte, hat was. Nicht nur der von einem Gewölbe gekrönte Saal ist chic - sondern auch das Personal. (Dass dies zudem auf die Kreationen der Coiffeure zutrifft, setzen wir mal selbstredend voraus.)

Vor ein paar Tagen hat Natalies Public-relations-Abteilung einen weiteren Akzent gesetzt, ein Ausrufezeichen: Ein großes Plakat am Ortseingang von Utphe zeigt Mitarbeiterinnen und Kundinnen »oben ohne« - ergänzt um die wiederum mehrsinnige Feststellung, dass es eben »oben ohne« nicht gehe.

Die Idee zur ungewöhnlicher Werbung hatte der aus Hungen stammende und in Hamburg lebende Fotograf Peter Eichelmann, der auf gleiche Art zuvor für Optiker erfolgreich warb. Friseurinnen derart reizvoll abzulichten, hatte er schon lang vorgehabt, aber erst Natalie, die er noch aus der Schulzeit in Hungen kannte, hatte dazu die rechte Traute.

Die Sorge, derart anregende Werbung könne zu viel Widerspruch hervorrufen, erwies sich als grundlos. Die Reaktionen seinen bisher alle sehr positiv gewesen, hört man von der kreativen jungen Frau, die ihr (berufliches) Selbstverständnis - noch ein Alleinstellungsmerkmal ? - mit Worten eines Meisters beschreibt.

»Glücklich ist der, dem sein Geschäft auch zur Puppe wird, der mit demselbigen zuletzt noch spielt und sich an dem ergötzt, was ihm sein Zustand zur Pflicht macht«, heißt es in »Wilhelm Meisters Wanderjahre - oder: Die Entsagenden«, einem Goethe-Roman aus den Zwanzigern des vorvergangenen Jahrhunderts.

Respekt! (tr, no / Foto: tr)

Schlagworte in diesem Artikel

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 2 + 2: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.