31. März 2011, 18:30 Uhr

April, April: Schienenverkehr erfährt Renaissance in der Fläche

Die Oberhessische Bahn-Betriebsgesellschaft steht kurz vor der Gründung: Die Strecken zwischen Hungen, Wölfersheim und Laubach sollen mit Eisenbahnverkehr wieder belebt werden.
31. März 2011, 18:30 Uhr
Bald wieder Güterverkehr zwischen Hungen, Wölfersheim und Laubach. (Foto: pm)

*Liebe Leser, bei diesem Artikel handelt es sich natürlich um einen Aprilscherz (Anm. d. Redaktion)*

Hungen/Wölfersheim (pm). Seit vielen Jahrzehnten schon ist der Betrieb im Güter- und Personenverkehr gefährdet, viele ländliche Schienenstrecken wurden stillgelegt. So auch zwischen Hungen und Wölfersheim beziehungsweise Laubach. Die Ursachen sind vielfältig, aber zu einem erheblichen Teil Folge von mangelnder Flexibilität und Desinteresse seitens des »Weltkonzerns« Deutsche Bahn am weniger rentablen Verkehr in der Fläche. Ganze Regionen sind mittlerweile vom umweltfreundlichen Schienennetz nen und -kreisen haben sich zusammengefunden, um die lande bald ändern: Verschiedene verkehrspolitisch Interessierte aus den AnliegerkommuGründung der Oberhessischen Bahn-Betriebsgesellschaft (OBB) zu abgekoppelt.

Aber dieser Umstand könnte sich hierzuforcieren. Am heutigen Freitag treffen sie sich zu diesem Zweck im Hungener Bahnhof. Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Horlofftalbahn sind in das Vorhaben involviert und wollen dem zukunftsträchtigen Projekt Leben einhauchen.

Wegen des guten Zustandes des Bahnkörper-Unterbaues bewegen sich die notwendigen Investitionskosten laut Aussagen von Bahnbau-Experten im oberen einstelligen Millionen-Euro-Bereich für beide Strecken. Die Betriebsführung wird vom Zentralstellwerk Hungen aus mit der seit über 100 Jahren bewährter Technik geleistet. Die Diskussion um einen nicht realisierten Radweg auf der Bahntrasse nach Laubach hatte die eigentlichen Stärken der Bahn bezüglich regional erschließender Verkehrsfunktionen im Güter- und Personenverkehr in der Fläche wieder in den Vordergrund treten lassen. Moderne Baumethoden ermöglichten die problemlose Integration eines potenziellen Radweges am Dammfuß.

Konzepte zur Erschließung erarbeiten

Bevor aber auf den Trassen wieder Züge rollen, müssen Konzepte zur güterverkehrlichen Erschließung greifen, da dies das finanzielle Rückgrat des Bahnbetriebs in früheren Zeiten und heute bildet. Nennenswerte Gütermengen könnten von kompetenten Partnern wie den Energiewerken Oberhessen in Laubach und großen Forstbetrieben von und zu Groß-Sägewerken umgeschlagen werden. Aus dem Agrarbereich wäre der Transport von Getreide zu großen Mühlenbetrieben sowie die Verladung größerer Mengen guten Vogelsberger Bergwiesenheus in Verdichtungsräume mir geringer agrarischer Eigenproduktion möglich. Nicht zu unterschätzen ist auch das Transportpotenzial hochwertiger Industriegüter. Die Laubacher Firmen Dexion und Eisengießerei Winter wickelten jahrzehntelang den Ein- und Ausgang der Waren über die Schienen ab. Die Teilverlegung von Produktionskapazitäten in die Laubacher Werke würde dies auch künftig ökonomisch wieder interessant machen. Auch die Verladung von Einzel-Containern mit Stückgut für weitere Betriebe wäre technisch möglich und bei entsprechend hoher Stückzahl auch wirtschaftlich durchführbar.

Eine weitere, sehr innovative Komponente wäre der Versuchsbetrieb einer neu entwickelten Bahn-Antriebstechnik: Der international renommierte Bahntechnikhersteller Thyssen-Henschel aus Kassel (zum Beispiel Transrapid) hat in Zusammenarbeit mit der Gemeinschaft für Technische Zusammenarbeit (GeTZ) für Regionen mit dem Potenzial hoher Biomasse-Produktion einen neuen Lokomotivtyp auf die Schiene gebracht: Auf Basis eines Biomasse-Pelletverdampfer-Hochverdichtungs-Antriebes sollen lokbespannte Züge im Güterverkehr (bei Erfolg später auch ÖPNV) kostengünstig Transportleistungen erbringen. Zudem besteht die Möglichkeit des Regelbetriebs mit modernen Diesel-Aggregaten. Gerade in waldreichen Regionen wie Oberhessen könnte eine solche Technik auf Nebenbahnen wirtschaftlich sinnvoll sein.

Der Kauf der Bahnstrecken durch die Anliegerkommunen, die Bahnhofs- und Gleismodernisierung im Netzknoten Hungen, die allgemeine Knappheit und Verteuerung von Energie sowie Klimawandel-Untersuchungen befördern das Projekt in den Bereich der Realisierung.

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