28. Januar 2009, 19:40 Uhr

Grünberg will sein »Museum im Spital« bekannter machen

Grünberg (tb). Rund 5000 Menschen schauten sich 2008, dem ersten Jahr seit der Eröffnung, im von Fachkreisen hoch gelobten »Museum im Spital« um. Mit einem Bündel von Maßnahmen und Werbeträgern wollen nun die Stadt Grünberg und weitere Förderer das Museum über die Stadtgrenzen hinaus bekannt(er) machen. Seit Jahresbeginn liegt so das achtseitige Museumsfaltblatt vor. In Kurzform werden hier die wichtigsten Themen, die man beim Besuch des Museums erwarten darf, vorgestellt. Bürgermeister Frank Ide hat gestern die »Info- und Werbeoffensive« vorgestellt.
28. Januar 2009, 19:40 Uhr

Grünberg (tb). Rund 5000 Menschen schauten sich 2008, dem ersten Jahr seit der Eröffnung, im von Fachkreisen hoch gelobten »Museum im Spital« um. Mit einem Bündel von Maßnahmen und Werbeträgern wollen nun die Stadt Grünberg und weitere Förderer das Museum über die Stadtgrenzen hinaus bekannt(er) machen. Seit Jahresbeginn liegt so das achtseitige Museumsfaltblatt vor. In Kurzform werden hier die wichtigsten Themen, die man beim Besuch des Museums erwarten darf, vorgestellt. Bürgermeister Frank Ide hat gestern die »Info- und Werbeoffensive« vorgestellt.

Das Faltblatt will mit Fotos und einem »launiger Text« auf die Schwerpunkte der Dauerausstellungen zur Stadtgeschichte und Theo Koch, aber auch auf das »Drumherum« - von der »Cafe-Bar der Nationen« über den Kräutergarten bis zum Sonderausstellungsbereich - aufmerksam machen. Der kostenlose Flyer enthält ferner Infos zu Öffnungszeiten und Eintrittspreisen, wird im Rathaus, im Museum, bei Übernachtungsbetrieben sowie Einrichtungen, die Publikumsverkehr und Seminargäste haben, ausgelegt. Überregional werden überdies Tourismuseinrichtungen, Museen und universitäre Einrichtungen für den neuen Anziehungspunkt der Gallusstadt werben. Auf dass das Faltblatt universal zu nutzen ist, wurde auch eine englische Fassung in Auftrag gegeben, diese soll in Kürze vorliegen.

Mit Bürgerbüro augenfälligere Information

Wie Bürgermeister Frank Ide sagte, soll nach einem Umbau des Rathausfoyers die »Touristen-Information« dergestalt neu geordnet werden, dass Hinweise aufs Stadtmuseum als der Attraktion Besuchern eher ins Auge fällt. Er gehe davon aus, so der Verwaltungsschef auf AZ-Nachfrage, dass der Umbau, sprich das längst beschlossene und seit Jahren etatisierte »Bürgerbüro« komme. Die Verwaltung sei dabei, den Parlamentsbeschluss umzusetzen, der Magistrat habe so jüngst einen Auftrag an einen Architekten vergeben (SPD-Bürgermeisterkandidat Tobias Lux hat wegen der klammen Finanzen einen Verzicht auf die 68 000-Euro-Investition gefordert, die Red.).

Besucher der Innenstadt konnten es bereits feststellen: In der Rabegasse hängt ein Werbebanner, das unübersehbar auf das »Museum im Spital« hinweist. Zu dieser weiteren Werbemaßnahme entschloss man sich, so Ide, um Auswärtige, die den Marktplatz bewundern, auf weitere Kleinodien der Stadt aufmerksam zu machen. Doch richte sich das Banner auch an jene Grünberger, die noch nichts vom Museum gehört hätten.

Museumsleiterin Karin Bautz machte sodann auf weitere neue Werbeträger aufmerksam: Grünberg hatte sich 2007 für die Aufnahme in den Verbund »Museumslandschaft Oberhessen« beworben, der unter Schirmherrschaft des Hessischen Museumsverbandes steht. Die Bewerbung hatte Erfolg, Grünberg zählt nun zu den 34 Museen, die unter dem Motto »Gemeinsam einzigartig: eine Region - zahlreiche Museen - Kultur ohne Ende« auf sich aufmerksam machen. Ein Imageplakat und ein Schild, demnächst am » Spital« angebracht , zeugen von dieserart Bemühungen, in der Region bekannter zu werden. In Bälde soll es laut Bautz ein gemeinsames Internetportal geben. Aus dem Kreis Gießen ist einzig noch Laubach mit von der Partie.

Für alle, die sich hessenweit über die Museumslandschaft informieren wollen, liegt seit Dezember die neu überarbeitete sechste Auflage des Buches »Museen in Hessen« vor. Auf knapp 300 Seiten werden 370 Museen, Sammlungen und Gedenkstätten vorgestellt. Bautz nicht ohne Stolz: »In der Neuauflage wird das Grünberger Museum nun auf zwei Seiten mit Foto präsentiert.«

Gemeinsam mit der Museumsleiterin machte Bürgermeister Ide schließlich noch auf das Motto für den Museumstag 2009 aufmerksam: »Museen und Tourismus«. Ide: »Das Motto ist inGrünberg nicht nur angekommen, sondern wird Schritt für Schritt umgesetzt wird.«

Bautz: »Da kommt so langsam was ins Rollen«

Auf dass Touristen, aber auch Menschen aus der Region verstärkt und nich nur einmal das Museum besuchen, soll es bekanntlich regelmäßig Sonderausstellungen geben. In diesem Jahr, so wieder Karin Bautz, drehen sich diese um die »Grünberger Wasserkunst« sowie Frauenfußball. Themen, die auch »kleene GrimmicherInnen« interessieren dürften. Apropos: Wie Bautz berichtete, wird künftig für alle Fünftklässler der Theo-Koch-Schule ein Museumsbesuch auf dem Lehrplan stehen (»auf dass sie mehr über den Namensgeber ihrer Schule erfahren«). An die Einrichtung herangeführt werden Pennäler auch über das Projekt Buch im siebten Schuljahr. Darüber hinaus besuchten Konfirmanden und Kinder im Rahmen des Religionsunterrichtes die Einrichtung (ein Schwerpunkt des Museums ist den Klöstern gewidmet), ferner gebe es ein gezieltes Angebot an den Grundschulen Grünberg und Stangenrod. Neben den Kinderführungen gebe es für 2009, »bis zum Juli«, schon zahlreiche Buchungen von Erwachsenen, etwa für Geburtstagsgesellschaften. Bautz zuversichtlich: »Da kommt so langsam was ins Rollen.«

Schlagworte in diesem Artikel

  • Bürgerbüros
  • Bürgerämter
  • Frank Ide
  • Grünberg
  • Lädt

    Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 3 + 2: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.